ISN - Irgendetwas stimmt nicht!

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kissgirl Avatar

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Dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch den 2. Band der North-Falls-Reihe "Tödliches Verderben" von Bestseller-Autorin Karin Slaughter.

Gerade hat Sheriff Emmy Clifton ihre Mutter zu Grabe getragen und befindet sich mit Sohn Cole und Schwester Jude auf dem Weg zum Trauermahl, als sie Schüsse aus einem Haus hören. Dort finden sie die tote Allison Vickery, ehemalige Polizistin und deren schwer verletzte Tochter Mandy. Schnell fällt der Verdacht auf Allisons Ehemann Bill, denn die Ehe der beiden war durch schwere häusliche Gewalt geprägt. Doch die Spuren am Tatort erzählen andere Geschichten und führen Emmy und Jude auf die Spur einer Jahrzehnte zurückliegenden Verschwörung,  in die viele namhafte Mitglieder der Gemeinde verstrickt zu sein scheinen.

Der Anfang des Buches hat sich für mich äußerst zäh gelesen. Zwar beginnt die Geschichte mit dem Verbrechen aus der Ich-Perspektive sehr spannend, aber dann passiert erstmal so gut wie nichts mehr außer der epischen Beschreibung von Emmys Gefühlswelt, privat wie beruflich. Dieses permanente Mimimi, die schwierige Beziehung zwischen Emmy und Jude, die sich fast gebetsmühlenartig durch das gesamte Buch zieht, die vielen Protagonisten, die vielen unüberschaubaren Beziehungen zwischen diesen, haben jegliche Spannung ausgebremst. Erst ab Mitte des Buches, als sich der Focus mehr auf das eigentliche Verbrechen richtet, wird es besser.

Insgesamt für mich eher ein durchschnittlicher Thriller, der zwar das Thema häusliche Gewalt gut umgesetzt hat, aber für mich zu viel persönliches Drama und zu wenig spannende Ermittlungsarbeit mit überraschenden Wendungen beinhaltet hat. 3 von 5 Sternen.