Trotz einiger Längen sehr spannend
Obwohl Karin Slaughter einst zu meinen liebsten Schriftstellerinnen gehörte, hatte ich lange Zeit keine große Lust ein neues Buch von ihr zu lesen. Nach Abschluss der für mich großartigen Grant-County-Reihe, haben mir ihre Bücher zwar immer noch gut gefallen, aber keines konnte mich so überzeugen, wie ihre ersten Bücher. Nach der Leseprobe von "Tödliches Verderben" war ich allerdings total angetan und habe mich, ohne Band 1 zu kennen, regelrecht auf das Buch gestürzt. Sicherlich ist es möglich, ohne Band 1 zu kennen, der Geschichte zu folgen, allerdings habe ich mich anfangs sehr schwer getan. Gerade zu Beginn prasselten unglaublich viele Namen auf mich ein und es war kompliziert durch die Familienverhältnisse zu steigen. Nachdem ich dann richtig in der Geschichte drin war, konnte ich den typischen Karin Slaughter Stil in vollen Zügen genießen. Pure Spannung, unvorhersehbare Wendungen und viele Verdächtige mit den unterschiedlichsten Motiven. Natürlich lässt einen die Autorin auch wieder tief in die menschlichen Abgründe blicken und genau das gefällt mir so an ihren Büchern. Leider gab es einige Längen, was bei einer Seitenzahl von 560 aber nicht verwunderlich ist. Ich fand das Buch dennoch sehr spannend, herrlich düster und emotional. Zudem denke ich darüber nach, ob ich nicht doch noch nachträglich den 1. Band lese. Von mir gibt es trotz kleiner Kritikpunkte auf jeden Fall eine Leseempfehlung.