zu viel Familie

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amerdale Avatar

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Vorab muss ich anmerken, dass ich Band 1 der North Falls-Reihe nicht gelesen habe. Hätte ich diesen gekannt, würde die Beurteilung möglicherweise anders ausfallen.

Ich fand den Kriminalfall selbst spannend und hab die Auflösung auch null vorhergesehen, obwohl es rückblickend ziemlich offensichtlich ist. Auch die dalschen Verdächtigen und ihre möglichen Motive waren gut gemacht. Hier merkt man richtig, dass die Autorin eine Meisterin ihres Fachs ist. Besonders gut gefallen, hat mir hier auch die sensible Einbettung des sehr wichtigen Themas Häusliche Gewalt und wie deutlich wird, wie unheimlich schwer es für Betroffene ist aus diesem Teufelskreis der Gewalt herauszubekommen, aber gleichzeitig auch wie belastend die Situation für Familie und Freunde ist.

Aber das ganze familiäre Drama rund um Emmy fand ich furchtbar anstrengend. Angefangen mit der ständigen Unfähigjeit Emmys ihre Trauer auch nur ansatzweise zulassen zu können bis hin zu der Art, wie sie durch Helikoptermutter-Verhsltrn Coles Karriere nahezu im Keim erstickt. Gibt halt nen Grund warum enge Familienangehörigen oft nicht eng und schon gar nicht über Hierarchieebenen zusammen arbeiten sollen.
Und das bringt uns zu Jude. Oh Gott ist mir Jude auf die Nerven gegangen. Sich in den Fall derart einzumischen, nein ihn an sich zu reissen, fand ich einfach unglaublich arschig. Überhaupt ihre ganze schreckliche Arroganz, mit der sie sich für ein Geschenk Gottes an die Polizei von North Falls hält, fand ich so sehr zu Kotzen.