Zwischen Spannung und vorhersehbarer Entwicklung

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puste.blume Avatar

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Der Beginn des Thrillers ist intensiv: Man kann Allisons Furcht nachfühlen und wird direkt in ihre Angst hineingezogen. Das Ende des ersten Kapitels wirft Fragen auf und ist gleichzeitig die Vorhersage für das, was tatsächlich geschehen ist.
Es zeichnet sich im Laufe der Handlung ab, dass es aufgrund diesen Satzes nur einen möglichen Ausweg gibt und so ist es nicht verwunderlich, dass am Ende die erste Vermutung bestätigt wird. Dieser Umstand ist es, der dafür sorgt, dass das Buch die Erwartung, die ein Karin-Slaughter Buch weckt, nicht ganz erfüllen kann.
Wie gewohnt, sind die Charaktere vielschichtig dargestellt, mit guten wie schlechten Eigenschaften, ihre Handlungen konsequent nachvollziehbar und schlüssig. Allerdings ist es ein langer Weg, bis sich für die Protagonistin Emmy Sympathie entwickelt, da sie kaum Hilfe annehmen kann und bei Jude mehr Konkurrenz sieht, als Unterstützung. Dadurch wirkt sie in vielen Phasen einfach zu stur und unnahbar.
Insgesamt baut das Buch schnell Spannung auf - wie man es von Karin Slaugthers Büchern kennt - jedoch kann der Bogen diesmal nicht gehalten werden.