Zwischen Tokio, 75 Wörtern und ganz großen Gefühlen

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uml801 Avatar

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„Tokyo Seasons“ von Anne Pätzold hat mich vor allem durch seine besondere Geschichte und die Atmosphäre mitgenommen. Caitlyn reist nach Tokio, eigentlich auf der Suche nach etwas ganz anderem – nach einem Menschen, der sie wirklich versteht und so akzeptiert, wie sie ist. Dass sie dabei ausgerechnet über eine Dating-App jemanden kennenlernt, bei der jede Nachricht mindestens 75 Wörter haben muss, fand ich eine richtig schöne und ungewöhnliche Idee.

Caitlyn lernt zunächst Will kennen und ist sofort fasziniert von seinen Gedanken und seiner Art, die Welt zu sehen. Noch interessanter wird es aber, als sie erfährt, dass sie in Wirklichkeit mit Jude, Wills bestem Freund, geschrieben hat. Ganz ehrlich: Ich konnte Caitlyns Reaktion da schon verstehen. 😄 Trotzdem merkt man schnell, dass Jude mehr zu verbergen hat, als man zunächst denkt.

Besonders gefallen hat mir die Entwicklung zwischen Caitlyn und Jude. Er zeigt ihr nicht einfach nur Tokio, sondern lässt sie immer mehr hinter seine Fassade schauen. Gerade der Druck, unter dem Jude durch seine Eltern steht, hat mir seine Figur nähergebracht. Gleichzeitig versucht Caitlyn selbst herauszufinden, was sie eigentlich will und welchen Platz sie im Leben und bei anderen Menschen sucht.