Das Setting trägt die Geschichte
Tokyo Seasons ist für mich vor allem wegen seines ungewöhnlichen Settings und seiner besonderen Protagonistin ein interessantes Buch; die Liebesgeschichte selbst konnte mich allerdings nicht ganz erreichen.
Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs meine Probleme. Es gibt immer wieder Sätze, die grammatikalisch für mich nicht vollständig wirken und mich dadurch aus dem Lesefluss gebracht haben. Abgesehen davon lässt sich das Buch aber gut und angenehm lesen.
Besonders ungewöhnlich fand ich die Liebesgeschichte und Caitlyn als Protagonistin. Sie empfindet und denkt in vielen Dingen anders als die meisten Menschen und hat sich bisher schwer damit getan, jemanden zu finden, der sie wirklich versteht und so akzeptiert, wie sie ist. Dadurch ist ihre Geschichte definitiv etwas anderes als eine klassische Romance.
Allerdings bleiben mir Caitlyns Gefühle insgesamt etwas zu oberflächlich. Eine gewisse Anziehung zu Jude ist durchaus spürbar, aber gerade hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich außerdem wirklich extrem langsam und das war für mich irgendwann einfach zu langsam, um mich noch richtig zu fesseln.
Ohnehin ist Tokyo Seasons keine reine Liebesgeschichte. Eigentlich haben alle Figuren ihre eigenen Themen mit ihren Familien oder einzelnen Familienmitgliedern, und diese Handlungsstränge nehmen teilweise ziemlich viel Raum ein. Dadurch kommen auch ernstere Themen in die Geschichte. Wer also eine Romance mit etwas Familienhintergrund erwartet, könnte überrascht sein, wie viel Platz diese anderen Geschichten tatsächlich bekommen.
Mein persönliches Highlight war deshalb ganz klar das Setting. Die Beschreibungen von Tokio, Kyoto und den verschiedenen Orten haben mir richtig gut gefallen. Auch das Essen und die landestypischen Eindrücke werden so anschaulich beschrieben, dass ich mich beim Lesen wunderbar nach Japan versetzen konnte. Gerade hier hätte ich mir statt des für mich etwas wahllos wirkenden Page-Overlays sogar eine kleine Karte von Tokio mit den einzelnen Stadtteilen gewünscht. Das hätte für mich perfekt zum Buch gepasst und gleichzeitig geholfen, die vielen Orte einzuordnen.
Insgesamt hat sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr gezogen. Das Buch ist keineswegs schlecht; im Gegenteil, es hat eine interessante Ausgangsidee, besondere Figuren und ein wirklich gelungenes Setting. Nur hat es meinen persönlichen Geschmack nicht zu hundert Prozent getroffen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht richtig fesseln, und ich habe vor allem weitergelesen, weil ich wissen wollte, wie Caitlyns Suche nach ihrem Vater ausgeht.
Für mich ist Tokyo Seasons deshalb ein interessantes Buch mit einem tollen Japan-Setting und einer ungewöhnlichen Protagonistin, bei dem insbesondere die Romance für meinen Geschmack aber etwas mehr Tiefe und Dynamik hätte vertragen können.
Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs meine Probleme. Es gibt immer wieder Sätze, die grammatikalisch für mich nicht vollständig wirken und mich dadurch aus dem Lesefluss gebracht haben. Abgesehen davon lässt sich das Buch aber gut und angenehm lesen.
Besonders ungewöhnlich fand ich die Liebesgeschichte und Caitlyn als Protagonistin. Sie empfindet und denkt in vielen Dingen anders als die meisten Menschen und hat sich bisher schwer damit getan, jemanden zu finden, der sie wirklich versteht und so akzeptiert, wie sie ist. Dadurch ist ihre Geschichte definitiv etwas anderes als eine klassische Romance.
Allerdings bleiben mir Caitlyns Gefühle insgesamt etwas zu oberflächlich. Eine gewisse Anziehung zu Jude ist durchaus spürbar, aber gerade hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich außerdem wirklich extrem langsam und das war für mich irgendwann einfach zu langsam, um mich noch richtig zu fesseln.
Ohnehin ist Tokyo Seasons keine reine Liebesgeschichte. Eigentlich haben alle Figuren ihre eigenen Themen mit ihren Familien oder einzelnen Familienmitgliedern, und diese Handlungsstränge nehmen teilweise ziemlich viel Raum ein. Dadurch kommen auch ernstere Themen in die Geschichte. Wer also eine Romance mit etwas Familienhintergrund erwartet, könnte überrascht sein, wie viel Platz diese anderen Geschichten tatsächlich bekommen.
Mein persönliches Highlight war deshalb ganz klar das Setting. Die Beschreibungen von Tokio, Kyoto und den verschiedenen Orten haben mir richtig gut gefallen. Auch das Essen und die landestypischen Eindrücke werden so anschaulich beschrieben, dass ich mich beim Lesen wunderbar nach Japan versetzen konnte. Gerade hier hätte ich mir statt des für mich etwas wahllos wirkenden Page-Overlays sogar eine kleine Karte von Tokio mit den einzelnen Stadtteilen gewünscht. Das hätte für mich perfekt zum Buch gepasst und gleichzeitig geholfen, die vielen Orte einzuordnen.
Insgesamt hat sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr gezogen. Das Buch ist keineswegs schlecht; im Gegenteil, es hat eine interessante Ausgangsidee, besondere Figuren und ein wirklich gelungenes Setting. Nur hat es meinen persönlichen Geschmack nicht zu hundert Prozent getroffen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht richtig fesseln, und ich habe vor allem weitergelesen, weil ich wissen wollte, wie Caitlyns Suche nach ihrem Vater ausgeht.
Für mich ist Tokyo Seasons deshalb ein interessantes Buch mit einem tollen Japan-Setting und einer ungewöhnlichen Protagonistin, bei dem insbesondere die Romance für meinen Geschmack aber etwas mehr Tiefe und Dynamik hätte vertragen können.