Eine Reise nach Japan

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jacky1304 Avatar

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Eine niedliche Geschichte, die uns die japanische Kultur näher bringt, tiefgründige Themen beinhaltet, für meinen Geschmack aber doch zu oberflächlich blieb.

Caitlyn reist für die Arbeit für einige Tage nach Tokio. Als die Rückreise ansteht, werden sämtliche Flüge gestrichen und sie muss kurz vor Weihnachten weiterhin im Ausland ausharren. Um sich die Zeit zu vertreiben, schreibt sie auf einer Dating-App mit Will.
Durch einen Vorfall verspricht sein Kumpel Jude ihr, ihr die Stadt zu zeigen und ihr auf der Suche nach ihrem Vater zu helfen - zu dem sie seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr hat, seit er damals nach Tokio gezogen ist.

Die Story beginnt wirklich zuckersüß. Das Kennenlernen von Caitlyn und Will auf dieser Dating-App gefiel mir wirklich gut. Dadurch, dass die Nachrichten eine bestimmte Mindestanzahl an Worten haben müssen, kommen schnell echte Gespräche zustande.
Ebenso mochte ich die Dynamik der Freundesgruppe Will, Jude und Emma. Die Charaktere sind toll beschrieben und wie sie Caitlyn aufnehmen, mochte ich gerne.

Dann kommen aber meine Kritikpunkte: mir blieb Caitlyn als Protagonistin irgendwie zu blass. Die Geschichte ist, bis auf die Einschübe der Textnachrichten, aus ihrer Sicht geschrieben. Trotzdem konnte ich ihre Gefühle oft nicht greifen, manchmal fand ich sie sogar unsympathisch.
Dann das Kennenlernen von Jude und ihr… irgendwie niedlich, aber irgendwie auch anstrengend. Vielleicht liegt es daran, dass die Charaktere Anfang 20 sind und ich mich deshalb nicht recht mit ihnen identifizieren konnte.

Es geht oft um die japanische Kultur. Darauf habe ich mich wirklich gefreut. Für meinen Geschmack hätte man da aber noch in die Tiefe gehen können. Beispielsweise wird der Geschmack von Onigiri lang und breit beschrieben (diese Spezialität kennen aus Deutschland sicherlich einige Menschen schon), als es dann um unbekannte Gerichte oder Worte geht, wird das kurz und knapp abgefrühstückt. Schade!

Den Verlauf der Geschichte konnte ich leider recht schnell vorhersehen. Und das Ende kam mir einfach zu überstürzt. Teilweise kam über Seiten hinweg keine Fahrt in die Handlung, das Ende ist aber innerhalb von 15 Seiten vorbei…?! Da hätte auch ein Epilog geholfen.

Wie man wahrscheinlich merkt, war das Buch kein Highlight für mich. Insgesamt leider nur mittelmäßig mit 3 bis 3,5 Sternen.