Schlaflos in Tokyo
Dating-App mal anders: ohne Bild und ohne Schlagwörter, dafür mit Mühe und persönlichen Gedanken. Das würde auch mir gefallen. Genauso wie Caitlyn, denke ich, dass eine Verbindung meistens erst mit dem wirklichen Kennenlernen von Personen entsteht. Die Autorin scheint eine große Japan-Liebhaberin zu sein. Wir erfahren wirklich eine Menge über die verschiedenen Stadtteile, deren Aussehen und Nutzen, über japanisches Essen und die eine oder andere japanische Tradition. Die Japaner selbst werden sehr liebevoll als freundlich und zugewandt beschrieben. Da ich selber nicht so einen großen Bezug zu Japan habe, waren mir die vielen japanischen Begriffe und Namen häufig zu viel. Will, Jude und Emma sind eine tolle Freunde-Truppe: sehr verschieden, aber sehr sympathisch und einander zugetan. Zu dieser Gruppe möchte man gern gehören. Mit Caitlyn jedoch bin ich nicht so warm geworden. Sie wirkt unterkühl, wenig offen und flexibel. Ihre Beobachtungen fühlen sich bewertend an. Obwohl ich den Eindruck hatte, dass die Autorin eigentlich genau den gegenteiligen Eindruck erwecken wollte. Noch schlimmer habe ich aber Caitlyns Mutter empfunden. Diese hat ein sehr unangenehmes Auftreten ihrer Tochter gegenüber und war ein großer Triggerpunkt für mich.