Ein warmherziges Bilderbuch über Anderssein und Zugehörigkeit

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„Tom Tauber“ von Hannah Schenk und Anne Hofmann ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch mit einer berührenden und zugleich wichtigen Botschaft. Die Geschichte rund um das kleine Taubenküken Tom, das bei Ratten aufwächst und sich mit dem Anderssein auseinandersetzt, ist einfühlsam erzählt und bietet viele Anknüpfungspunkte für Gespräche mit Kindern über Identität, Zugehörigkeit und Toleranz.

Besonders gelungen ist die kindgerechte Sprache: Die Texte sind angenehm kurz, leicht verständlich und eignen sich hervorragend zum Vorlesen – auch schon für jüngere Kinder. Die Illustrationen sind detailreich, warm und mit viel Liebe gestaltet, sodass man beim gemeinsamen Anschauen immer wieder Neues entdecken kann. Auch die matte Haptik des Buches ist ein schönes Detail, das das Leseerlebnis zusätzlich aufwertet und das Buch gut in der Hand liegen lässt.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist der nachhaltige Ansatz des Verlags: 25 % der Erlöse gehen an den Tierschutz, was das Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch gesellschaftlich besonders wertvoll macht. Die zusätzliche Doppelseite am Ende mit spannenden Informationen über Stadttauben rundet das Buch gelungen ab und vermittelt Wissen auf eine kindgerechte Weise. Gerade dieser Aspekt hat mir persönlich die Augen geöffnet, da Tauben oft ein negatives Image haben, obwohl man eigentlich viel zu wenig über sie weiß.

Meine Kinder (3 und 5 Jahre) haben der Geschichte zwar aufmerksam zugehört, wollten sie jedoch nicht direkt noch einmal lesen – aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, und ich kann es aufgrund seiner liebevollen Gestaltung, der wichtigen Botschaft und des nachhaltigen Gedankens auf jeden Fall weiterempfehlen.