Ein Schnitt ins Fleisch und mitten ins Herz. Düster, beklemmend und extrem packend 😱

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Cover & Gestaltung:
Das Cover ist ein absoluter Blickfang und hat mich sofort neugierig gemacht. Diese extrem kontrastreiche Farbkombination aus dem knalligen Gelb und dem leuchtenden Magenta wirkt sehr intensiv. Der Rabe, der sich im dunklen Wasser spiegelt, erzeugt sofort eine unheimliche Gänsehaut. Man spürt direkt, dass unter der Oberfläche etwas Dunkles lauert. Für mich persönlich ist die Gestaltung absolut gelungen, denn sie sticht aus der Masse heraus und signalisiert sofort, dass hier keine leichte Kost auf einen wartet.

Schreibstil & Atmosphäre:
Der Schreibstil hat mich von der allerersten Seite an regelrecht verschlungen. Die Atmosphäre ist durchweg beklemmend, düster und emotional enorm fordernd. Die Autorin schafft es mit bildgewaltigen Beschreibungen, eine fast schon greifbare Kälte zu erzeugen. Besonders beeindruckt hat mich die Erzählweise im Prolog, die poetische Naturbeobachtungen mit einer absolut makabren und verstörenden Handlung verbindet. Die Wechsel zwischen den Perspektiven und Handlungsorten erzeugen eine enorme Dynamik.

Charaktere & Erwartungen:
Ada Sabel als Protagonistin geht mir unglaublich nahe. Sie ist eine gebrochene, von Schuldgefühlen und Verzweiflung gezeichnete Frau, die aber gleichzeitig eine enorme, fast schon gefährliche Intensität ausstrahlt. Die Szene, in der sie sich am Ende den 145. Schnitt an ihrem Arm zufügt, ging mir wahnsinnig nah. Gleichzeitig mag ich ihre unberechenbare Seite, wie sie den Sprüchen der Kollegen beim Schachspiel paroli bietet oder im Prater bei Freddie auf der Hochschaubahn ihr Adrenalin sucht. Das macht sie wahnsinnig greifbar. Die Nebenfiguren stehen dem in nichts nach. Der Mord an Frida in Berlin und dieser verstörende Typ mit seinem Puppen-Altar in Büttelsdorf sorgen sofort für Beklemmung. Ich erwarte einen Thriller voller komplexer Charaktere und tiefster menschlicher Abgründe.

Warum ich weiterlesen möchte:
Ich muss einfach wissen, wie es weitergeht, weil die Leseprobe mit einem absoluten Cliffhanger endet. Adas Verzweiflung im Zentrum für Gerichtsmedizin vor der Kühlzelle von Doktor Behrens lässt mich gar nicht mehr los. Ich muss wissen, ob es wirklich ihre Tochter ist, die dort auf dem Obduktionstisch liegt. Dieses Buch verspricht eine emotionale Achterbahnfahrt voller Spannung und Nervenkitzel zu werden, und ich würde mich riesig freuen, dieses tolle Debüt vorabzulesen.