beklemmende Spannung
Wien, Dezember 2002: Die suspendierte Kommissarin Ada Sabel vom LKA Wien läuft am Zahnfleisch: vor einem halben Jahr wurde ihre 14jährige Tochter Mara entführt, doch niemand glaubt ihr die Entführung, da die beiden zuvor einen Streit hatten.
Bis eines Tages Anfang Dezember eine kopflose Leiche im Donaukanal auftaucht, die Adas Vornamen eingeritzt hat. Somit ist Ada sofort klar, dass Maras Verschwinden etwas mit ihrer schlimmen Vergangenheit zu tun hat. Doch bis sie endlich die richtigen Fäden verknüpft, vergeht viel Zeit - und Maras Zeit läuft ab - denn am 11. Dezember erhält Ada das Ultimatum, Mara innerhalb von 3 Tagen zu finden, sonst stirbt ihre Tochter.
Die gesamte Stimmung ist sehr düster, denn Ada ist eine gebrochene Frau, die sich auch dementsprechend selbstzerstörerisch verhält. Sie gibt sich die Schuld an Maras Verschwinden. Je mehr sich aus ihrer Vergangenheit aufdeckt, desto besser kann man ihr Verhalten verstehen. Sie hatte es wirklich nicht leicht. Und was damals geschehen ist, ist einfach unfassbar und erschütternd. Somit kann man auch das Verhalten des Mörders nachvollziehen - denn die kopflose Leiche in Wien bleibt nicht die einzige.
Auch das Setting im kalten Dezember mit Eis und Schnee ist passend gut gewählt.
Es gibt sehr viele schnelle Sprünge zwischen verschiedenen Zeiten, Orten und Personen. Obwohl ich Perspektivwechsel gerne mag, weil sie das Geschehen vorantreiben, war das hier irgendwie zu viel, weil man auch zu Beginn überhaupt nicht wusste, worum es im Einzelnen geht bzw. wie alles zusammenhängt. Auch später habe ich mir damit teilweise noch schwer getan.
Der actionreiche Showdown war für meinen Geschmack dann fast zu schnell vorüber; aber die Auflösung war nachvollziehbar und wie gesagt, ich konnte das Verhalten des Täters durchaus verstehen.
Der Roman hinterlässt also nicht nur ein beklemmendes Gefühl ob der düsteren Atmosphäre, sondern hallt auch lange nach und lässt einen über viele erschütternde Dinge, die in den 80ern so passiert sind, nachdenken.
PS: Ich liebe "Hund"! Das Tier mit dem passenden Namen lockert die doch sehr brutale Geschichte stellenweise immer wieder auf - nicht nur für die Leser, sondern ist besonders für Ada eine große emotionale Stütze. Obwohl sie doch nie nie einen Hund haben wollte. Doch wie so oft im Leben kommt es anders, als man man sich so vorgestellt hat.
Fazit:
Ein beklemmender Thriller mit düsterer Atmosphäre und einer gebrochenen Protagonistin, die ihre Tochter sucht. Hallt nach und lässt einen über Vieles nachdenken.
Bis eines Tages Anfang Dezember eine kopflose Leiche im Donaukanal auftaucht, die Adas Vornamen eingeritzt hat. Somit ist Ada sofort klar, dass Maras Verschwinden etwas mit ihrer schlimmen Vergangenheit zu tun hat. Doch bis sie endlich die richtigen Fäden verknüpft, vergeht viel Zeit - und Maras Zeit läuft ab - denn am 11. Dezember erhält Ada das Ultimatum, Mara innerhalb von 3 Tagen zu finden, sonst stirbt ihre Tochter.
Die gesamte Stimmung ist sehr düster, denn Ada ist eine gebrochene Frau, die sich auch dementsprechend selbstzerstörerisch verhält. Sie gibt sich die Schuld an Maras Verschwinden. Je mehr sich aus ihrer Vergangenheit aufdeckt, desto besser kann man ihr Verhalten verstehen. Sie hatte es wirklich nicht leicht. Und was damals geschehen ist, ist einfach unfassbar und erschütternd. Somit kann man auch das Verhalten des Mörders nachvollziehen - denn die kopflose Leiche in Wien bleibt nicht die einzige.
Auch das Setting im kalten Dezember mit Eis und Schnee ist passend gut gewählt.
Es gibt sehr viele schnelle Sprünge zwischen verschiedenen Zeiten, Orten und Personen. Obwohl ich Perspektivwechsel gerne mag, weil sie das Geschehen vorantreiben, war das hier irgendwie zu viel, weil man auch zu Beginn überhaupt nicht wusste, worum es im Einzelnen geht bzw. wie alles zusammenhängt. Auch später habe ich mir damit teilweise noch schwer getan.
Der actionreiche Showdown war für meinen Geschmack dann fast zu schnell vorüber; aber die Auflösung war nachvollziehbar und wie gesagt, ich konnte das Verhalten des Täters durchaus verstehen.
Der Roman hinterlässt also nicht nur ein beklemmendes Gefühl ob der düsteren Atmosphäre, sondern hallt auch lange nach und lässt einen über viele erschütternde Dinge, die in den 80ern so passiert sind, nachdenken.
PS: Ich liebe "Hund"! Das Tier mit dem passenden Namen lockert die doch sehr brutale Geschichte stellenweise immer wieder auf - nicht nur für die Leser, sondern ist besonders für Ada eine große emotionale Stütze. Obwohl sie doch nie nie einen Hund haben wollte. Doch wie so oft im Leben kommt es anders, als man man sich so vorgestellt hat.
Fazit:
Ein beklemmender Thriller mit düsterer Atmosphäre und einer gebrochenen Protagonistin, die ihre Tochter sucht. Hallt nach und lässt einen über Vieles nachdenken.