Düster, intensiv und voller Fragezeichen
Düster, intensiv und voller Fragezeichen
Schon nach den ersten Seiten wusste ich, dass Totensee kein Thriller ist, den ich einfach schnell nebenbei lesen kann. Dafür passiert zu viel gleichzeitig und gerade am Anfang musste ich mich ziemlich konzentrieren. Viele Personen, verschiedene Orte und Zeitebenen, dazu immer wieder neue Namen und Zusammenhänge. Ich hatte lange das Gefühl, noch überhaupt nicht zu wissen, wo das alles hinführt.
Und trotzdem wollte ich weiter.
Je mehr ich gelesen habe, desto stärker hat mich dieses langsame Zusammensetzen der einzelnen Puzzleteile abgeholt. Dinge, die vorher völlig zusammenhanglos wirkten, bekamen plötzlich Bedeutung. Gleichzeitig reichte oft ein kleines neues Detail und meine ganze Vermutung war schon wieder hinfällig. Genau dieses Rätseln hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht.
Besonders im Kopf geblieben sind mir die Geschehnisse rund um das Kinderheim. Manche Szenen waren schwer auszuhalten und haben mich auch danach noch beschäftigt. Diese Vergangenheit liegt sehr dunkel über der Geschichte und man spürt immer stärker, wie weit sie bis in die Gegenwart hineinreicht.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die kurzen Kapitel bringen viel Tempo hinein und gerade dadurch liest sich das Buch trotz der vielen Handlungsstränge erstaunlich schnell. Irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich es kaum noch weglegen wollte. Ich musste einfach wissen, wie dieses ganze Geflecht am Ende zusammengehört.
Ganz rund wurde es für mich trotzdem nicht. Manche Wendung war mir irgendwann eine zu viel und bei einigen Details hätte ich mir am Ende noch eine klarere Erklärung gewünscht. Nicht alles, worüber ich beim Lesen gerätselt habe, hat sich für mich genauso stimmig aufgelöst, wie ich es erwartet hatte.
Was mir außerdem gefehlt hat, ist eine Triggerwarnung. Missbrauch sowie psychische und körperliche Gewalt gegen Kinder spielen eine deutliche Rolle und einige Szenen sind wirklich heftig. Darauf hätte ich vorab gerne einen Hinweis gehabt.
Totensee hat mich gefordert, zwischendurch verwirrt und trotzdem immer weitergezogen. Vor allem in der zweiten Hälfte war dieser Sog da, bei dem man eigentlich nur noch ein Kapitel lesen möchte und dann doch weiterliest. Nicht alles hat für mich perfekt zusammengepasst. Aber die Geschichte hat mich beschäftigt und bis zur letzten Seite nicht losgelassen.
Schon nach den ersten Seiten wusste ich, dass Totensee kein Thriller ist, den ich einfach schnell nebenbei lesen kann. Dafür passiert zu viel gleichzeitig und gerade am Anfang musste ich mich ziemlich konzentrieren. Viele Personen, verschiedene Orte und Zeitebenen, dazu immer wieder neue Namen und Zusammenhänge. Ich hatte lange das Gefühl, noch überhaupt nicht zu wissen, wo das alles hinführt.
Und trotzdem wollte ich weiter.
Je mehr ich gelesen habe, desto stärker hat mich dieses langsame Zusammensetzen der einzelnen Puzzleteile abgeholt. Dinge, die vorher völlig zusammenhanglos wirkten, bekamen plötzlich Bedeutung. Gleichzeitig reichte oft ein kleines neues Detail und meine ganze Vermutung war schon wieder hinfällig. Genau dieses Rätseln hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht.
Besonders im Kopf geblieben sind mir die Geschehnisse rund um das Kinderheim. Manche Szenen waren schwer auszuhalten und haben mich auch danach noch beschäftigt. Diese Vergangenheit liegt sehr dunkel über der Geschichte und man spürt immer stärker, wie weit sie bis in die Gegenwart hineinreicht.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die kurzen Kapitel bringen viel Tempo hinein und gerade dadurch liest sich das Buch trotz der vielen Handlungsstränge erstaunlich schnell. Irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich es kaum noch weglegen wollte. Ich musste einfach wissen, wie dieses ganze Geflecht am Ende zusammengehört.
Ganz rund wurde es für mich trotzdem nicht. Manche Wendung war mir irgendwann eine zu viel und bei einigen Details hätte ich mir am Ende noch eine klarere Erklärung gewünscht. Nicht alles, worüber ich beim Lesen gerätselt habe, hat sich für mich genauso stimmig aufgelöst, wie ich es erwartet hatte.
Was mir außerdem gefehlt hat, ist eine Triggerwarnung. Missbrauch sowie psychische und körperliche Gewalt gegen Kinder spielen eine deutliche Rolle und einige Szenen sind wirklich heftig. Darauf hätte ich vorab gerne einen Hinweis gehabt.
Totensee hat mich gefordert, zwischendurch verwirrt und trotzdem immer weitergezogen. Vor allem in der zweiten Hälfte war dieser Sog da, bei dem man eigentlich nur noch ein Kapitel lesen möchte und dann doch weiterliest. Nicht alles hat für mich perfekt zusammengepasst. Aber die Geschichte hat mich beschäftigt und bis zur letzten Seite nicht losgelassen.