Ein rasanter Thriller!

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jadwiga Avatar

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. Hast du Lust auf einen Thriller,
der dich gemeinsam mit seiner Protagonistin durch die Schatten ihrer Vergangenheit jagt? Auf einen Entführungsfall, hinter dem weit mehr steckt, als man zunächst ahnt?
Dann könnte „Totensee“ genau das Richtige für dich sein. Die Geschichte ist rasant erzählt, zieht schnell an und hält einige Wendungen bereit. Emotional blieb sie für mich allerdings etwas zu sehr an der Oberfläche…
mir fehlte stellenweise die Tiefe,
um wirklich mit den Figuren mitzufiebern.
Trotzdem glaube ich, dass „Totensee“ viele Thriller-Fans auf ihre Kosten bringen wird. 3,5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Ada Sabel steht am Abgrund!
Niemand glaubt der suspendierten
LKA-Kommissarin, dass ihre 14-jährige Tochter Mara entführt wurde. Seit fünf Monaten lebt sie in quälender Ungewissheit. Dann wird am Donaukanal eine kopflose Leiche gefunden, auf ihrem Rücken steht Adas Name, blutig eingeritzt.
Für Ada ist klar…
Die Botschaft stammt von Maras Entführer. Auf eigene Faust folgt sie der Spur und kommt dabei nicht nur Mara, sondern auch den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit gefährlich nahe.

. In „Totensee“ begleiten wir überwiegend Ada durch die Geschichte, tauchen zwischendurch jedoch auch in die Gedankenwelten anderer Figuren ein. Gleichzeitig bewegen wir uns zwischen der Gegenwart und gleich zwei unterschiedlichen Vergangenheitssträngen. In Kombination mit Adas Gedankendriften kann das stellenweise durchaus verwirrend sein und verlangt beim Lesen Aufmerksamkeit.
. Die Ausflüge in die Vergangenheit sind grundsätzlich ein gelungenes Stilmittel, um nach und nach mehr über die Hintergründe der Geschichte zu erfahren. Durch die relativ kurzen Kapitel und die vielen Wechsel fühlte sich für mich allerdings manches etwas zu dicht und überladen an.
Sobald sich die einzelnen Puzzleteile jedoch zusammenfügten und ich die Zusammenhänge durchschaut hatte,
wurde auch mein Leseerlebnis spürbar besser.
. Sprachlich konnte mich der Thriller dafür wirklich überzeugen. Die Geschichte liest sich angenehm und flüssig und gerade die Atmosphäre wird dadurch wunderbar getragen. Allerdings bin ich etwas früher als erwartet auf die Lösung gekommen. Da es mir zudem schwerfiel, eine emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen, blieb das Finale für mich leider etwas blass. Ich hätte mir an dieser Stelle einfach mehr Tiefe gewünscht, vor allem hätte ich Mara gerne näher kennengelernt, um stärker mit ihr mitzufiebern und ihr Schicksal wirklich an mich heranzulassen.
. Doch nur weil mir diese emotionale Tiefe gefehlt hat, muss das bei dir natürlich nicht genauso sein.
Denn im Kern ist „Totensee“ ein wirklich gelungener Thriller mit einer spannenden Handlung und einigen gelungenen Wendungen. Auch ein Hauch Brutalität findet sich zwischen den Seiten, ebenso wie schwere und belastende Themen, darunter psychische Gewalt.
. Wenn dich die Geschichte anspricht, würde ich „Totensee“ daher auf jeden Fall eine Chance geben. Auch wenn mir persönlich an manchen Stellen die Tiefe und emotionale Nähe zu den Figuren gefehlt haben, habe ich es keineswegs bereut, dieses Buch gelesen zu haben.