Menschliche Abgründe können tiefer als der dunkelste See sein
Das knallige pink und violett des Covers zieht den Blick sofort auf sich. „Totensee“ ist ein absolut gelungenes, beeindruckend finsteres Debüt der Wiener Autorin und Juristin Sophie Czerny. Und eines kann ich direkt sagen, dieser Thriller ist nichts für zarte Gemüter.
Die Wiener Kommissarin Ada Sabel ist vom Dienst suspendiert. Niemand glaubt ihr, dass ihre Tochter Mara entführt wurde. Doch Ada denkt gar nicht daran, aufzugeben. Auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter überschreitet sie körperliche und moralische Grenzen und geht dorthin, wo andere längst umkehren würden. Ada ist dabei keine klassische Heldin, die man bewundert oder ins Herz schließt. Im Gegenteil. Sie ist hart, kompromisslos und oftmals schwer greifbar. Trotzdem konnte ich mich ihrer Verzweiflung und ihrer Wut nicht entziehen. Je mehr sich die dunklen Geheimnisse ihrer Vergangenheit offenbarten, desto deutlicher wurde, welche Abgründe in Menschen lauern. Und diese Abgründe haben es wirklich in sich. Der Thriller ist unglaublich düster, intensiv und absolut brutal. Die Gewalt und die Grausamkeit sind so präsent, dass eine ausführliche Triggerwarnung angebracht wäre.
Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb entwickelt die Geschichte einen enormen Sog. Die Spannung ist von Anfang an hoch und nimmt ordentlich Fahrt bis zum Finale auf. Die Kapitel sind so knapp und direkt, dass ich ständig dachte: "Eins geht noch.“ Ich wurde von den Seiten förmlich mitgerissen. Allerdings verlangen die zahlreichen Perspektiv- und Zeitsprünge einiges an Konzentration vom Leser.
Besonders gefallen hat mir, dass sich am Ende alle Handlungsstränge miteinander verbinden. Die Vergangenheit der Figuren und die Ereignisse der Gegenwart greifen logisch ineinander und es bleiben keine Fragen offen. Genau das erwarte ich von einem Thriller, der mit so vielen Geheimnissen und Zeitebenen arbeitet.
Fazit: Ich vergebe 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐ für diesen sehr finsteren Psychothriller mit ordentlich Tempo, kurzen Kapiteln und einer Geschichte, die einem stellenweise ganz schön unter die Haut geht. Die vielen Zeitsprünge verlangen Konzentration, lohnen sich aber, denn am Ende fügt sich das Puzzle zusammen. Wer allerdings empfindlich auf Gewalt und extreme menschliche Abgründe reagiert, sollte sich überlegen, ob er sich auf diese Reise an den „Totensee“ begeben möchte.
Die Wiener Kommissarin Ada Sabel ist vom Dienst suspendiert. Niemand glaubt ihr, dass ihre Tochter Mara entführt wurde. Doch Ada denkt gar nicht daran, aufzugeben. Auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter überschreitet sie körperliche und moralische Grenzen und geht dorthin, wo andere längst umkehren würden. Ada ist dabei keine klassische Heldin, die man bewundert oder ins Herz schließt. Im Gegenteil. Sie ist hart, kompromisslos und oftmals schwer greifbar. Trotzdem konnte ich mich ihrer Verzweiflung und ihrer Wut nicht entziehen. Je mehr sich die dunklen Geheimnisse ihrer Vergangenheit offenbarten, desto deutlicher wurde, welche Abgründe in Menschen lauern. Und diese Abgründe haben es wirklich in sich. Der Thriller ist unglaublich düster, intensiv und absolut brutal. Die Gewalt und die Grausamkeit sind so präsent, dass eine ausführliche Triggerwarnung angebracht wäre.
Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb entwickelt die Geschichte einen enormen Sog. Die Spannung ist von Anfang an hoch und nimmt ordentlich Fahrt bis zum Finale auf. Die Kapitel sind so knapp und direkt, dass ich ständig dachte: "Eins geht noch.“ Ich wurde von den Seiten förmlich mitgerissen. Allerdings verlangen die zahlreichen Perspektiv- und Zeitsprünge einiges an Konzentration vom Leser.
Besonders gefallen hat mir, dass sich am Ende alle Handlungsstränge miteinander verbinden. Die Vergangenheit der Figuren und die Ereignisse der Gegenwart greifen logisch ineinander und es bleiben keine Fragen offen. Genau das erwarte ich von einem Thriller, der mit so vielen Geheimnissen und Zeitebenen arbeitet.
Fazit: Ich vergebe 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐ für diesen sehr finsteren Psychothriller mit ordentlich Tempo, kurzen Kapiteln und einer Geschichte, die einem stellenweise ganz schön unter die Haut geht. Die vielen Zeitsprünge verlangen Konzentration, lohnen sich aber, denn am Ende fügt sich das Puzzle zusammen. Wer allerdings empfindlich auf Gewalt und extreme menschliche Abgründe reagiert, sollte sich überlegen, ob er sich auf diese Reise an den „Totensee“ begeben möchte.