Nichts für zarte Nerven
Ein temporeiches, düsteres Thrillerdebüt, das mich schnell gefesselt hat, aber starke Nerven verlangt.
Ada Sabel ermittelt bei der Mordkommission des LKA Wien, ist inzwischen suspendiert und am Ende ihrer Kräfte. Ihre 14-jährige Tochter Mara ist seit fünf Monaten verschwunden, doch niemand glaubt an eine Entführung. Als eine Leiche mit einer Botschaft an Ada auftaucht, ermittelt sie auf eigene Faust. Die Spur führt in ein katholisches Kinderheim und tief in ihre eigene Vergangenheit.
Ada ist keine klassische Sympathieträgerin. Sie ist verbittert, greift zu Gewalt und überschreitet Grenzen, was nicht jedem gefallen wird. Trotzdem wirkt sie echt und verletzlich, und ihre Verzweiflung geht einem nahe. Die übrigen Figuren bleiben daneben teils blass.
Erzählt wird in sehr kurzen Kapiteln, die zwischen Zeitebenen, Orten und Perspektiven springen, teils auch aus Sicht der Täter. Das erzeugt Sog und das klassische "Nur noch ein Kapitel", verlangt aber Konzentration. Der Einstieg ist etwas verwirrend und wer eine Lesepause macht, muss sich ggf neu sortieren.
Inhaltlich ist es recht harte Kost. Es geht brutal zu, Missbrauch von Kindern und Selbstverletzung werden ohne Zurückhaltung geschildert. Eine Inhaltswarnung hätte dem Buch gutgetan, denn Cover und Beschreibung lassen das nicht ahnen. Am Ende fügt sich vieles zusammen, auch wenn die Auflösung manchem etwas konstruiert vorkommen dürfte.
Alles in allem ein packendes Debüt mit kleinen Schwächen, empfehlenswert für alle, die auch vor düsteren Themen nicht zurückschrecken.
Ada Sabel ermittelt bei der Mordkommission des LKA Wien, ist inzwischen suspendiert und am Ende ihrer Kräfte. Ihre 14-jährige Tochter Mara ist seit fünf Monaten verschwunden, doch niemand glaubt an eine Entführung. Als eine Leiche mit einer Botschaft an Ada auftaucht, ermittelt sie auf eigene Faust. Die Spur führt in ein katholisches Kinderheim und tief in ihre eigene Vergangenheit.
Ada ist keine klassische Sympathieträgerin. Sie ist verbittert, greift zu Gewalt und überschreitet Grenzen, was nicht jedem gefallen wird. Trotzdem wirkt sie echt und verletzlich, und ihre Verzweiflung geht einem nahe. Die übrigen Figuren bleiben daneben teils blass.
Erzählt wird in sehr kurzen Kapiteln, die zwischen Zeitebenen, Orten und Perspektiven springen, teils auch aus Sicht der Täter. Das erzeugt Sog und das klassische "Nur noch ein Kapitel", verlangt aber Konzentration. Der Einstieg ist etwas verwirrend und wer eine Lesepause macht, muss sich ggf neu sortieren.
Inhaltlich ist es recht harte Kost. Es geht brutal zu, Missbrauch von Kindern und Selbstverletzung werden ohne Zurückhaltung geschildert. Eine Inhaltswarnung hätte dem Buch gutgetan, denn Cover und Beschreibung lassen das nicht ahnen. Am Ende fügt sich vieles zusammen, auch wenn die Auflösung manchem etwas konstruiert vorkommen dürfte.
Alles in allem ein packendes Debüt mit kleinen Schwächen, empfehlenswert für alle, die auch vor düsteren Themen nicht zurückschrecken.