Sehr düsterer Thriller

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Kommissarin Ada Sabel durchleidet gerade die Hölle. Ihre 14-jährige Tochter Mara ist spurlos verschwunden, aber niemand glaubt Ada, dass Mara entführt wurde. So macht sie sich selbst auf die verzweifelte Suche und mit jedem Tag schwindet die Chance, sie noch einmal lebend zu sehen. Nach 145 Tagen gibt es allerdings einen Hinweis, den Ada sehr ernst nimmt, einer kopflosen Leiche wurde der Name der Kommissarin eingeritzt. Eine neue Spur, die Ada in ihre eigene Vergangenheit katapultiert, die sie zum eigenen Schutz aus ihrem Gedächtnis verdrängt hat...

Die österreichische Autorin Sophie Czerny hat mit "Totensee" ihr aus meiner Sicht beeindruckendes Thriller-Debüt veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte in einem atmosphärischen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte und das Buch für mich zu einem Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit der ungeklärten Situation um die 14-jähroge Mara und dem Auffinden der kopflosen Leiche sehr gut aufgebaut und über die folgenden Ermittlungen, welche mit überraschenden Wendungen gespickt sind, aus meiner Sicht stets auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine immer komplexer werdende Geschichte, die von einer sehr düsteren Grundstimmung getragen wird. Die sehr interessant gezeichneten Protagonisten tragen zum Gelingen des Ganzen bei. Das fulminante Finale rundet das Buch dann mit einer überraschenden, aber auch gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen ab.

Insgesamt ist "Totensee" ein überaus gut gelungener Thriller, der ohne große Brutalität ein sehr dunkles Szenario heraufbeschwört und somit den Leser von Beginn an fesselt. Das Thriller-Debüt von Sophie Czerny ist mehr als vielversprechend und lässt auf weitere Werke hoffen. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.