Sehr stark!

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strohhaken Avatar

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„Bei schlechten Menschen frisst sich das Böse in den Kopf. Dort wohnt der Fluch.“ Schon lange hat mich ein Thriller nicht mehr so gefesselt wie Totensee von Sophie Czerny.

Viel mehr als den Klappentext, kann man inhaltlich nicht preisgeben. Allerdings sollte man wissen, dass die Handlungen teilweise nur schwer zu ertragen sind. Eine vorherige Triggerwarnung wäre gut gewesen.
In den Aufbau des Buches muss man sich erst einmal hineinfinden. Es geht zeitlich und örtlich immer hin und her. Anfänglich ist es nicht immer klar, um wen es sich gerade dreht. Das löst sich im Verlauf der Geschichte und einiges wird klarer. Von da an ging es für mich nur noch darum, welche Umstände zu den Verbrechen geführt haben oder eventuell führen werden. Für mich war der Täter/die Täterin nicht so entscheidend. Täter und Opfer gab es eigentlich immer und überall. Sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil lässt Bilder entstehen, die extrem düster und emotional sind. Nur „Hund“ sticht heraus und ist für Ada und die Leser ein Lichtblick. Durch die sehr kurzen Kapitel konnte ich nicht aufhören zu lesen. Noch ein Kapitel, noch eins, noch eins. Ada, als Hauptcharakter, ist zu allem bereit, um ihre Tochter zu finden und setzt sich über Regeln hinweg. Es ist schmerzlich, ihr bei der Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte zu folgen.

Nach vielen falschen Fährten folgt eine finale und flotte Auflösung. Es bleiben keine Fragen offen und das Ende ist schlüssig. Dies finde ich immer ganz angenehm.

Fazit: Eine sehr guter und düsterer Thriller, aber nichts für schwache Nerven!