Spannend, aufwühlend und verwirrend
Im Thriller Totensee von Sophie Czerny wurde Ada Sabels 14-jährige Tochter Mara entführt, aber niemand glaubt ihr. Stattdessen wird die Kommissarin vom LKA Wien vom Dienst suspendiert und fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell stellt sie fest, dass alles mit ihrer grausamen Vergangenheit als Heimkind zusammenhängen muss.
Es fällt mir relativ schwer, diesen Thriller zu bewerten, da er mir auf der einen Seite sehr gut gefallen hat, ich auf der anderes Seite aber auch Kritikpunkte sehe.
Die Handlung ist durchgehend hochspannend und ich habe das Buch kaum noch aus der Hand legen können. Die nur wenige Seiten langen Kapitel haben die Lesegeschwindigkeit ebenfalls gesteigert, denn es erschien mir immer leicht, noch den nächsten kurzen Abschnitt zu lesen.
Ada Sabel als Protagonistin habe ich in ihrer extremen und polarisierenden Art als faszinierend empfunden. Auf der einen Seite ist sie willensstark, selbstbewusst und individuell, auf der anderen Seite wirkt sie durch ihre Vergangenheit und die Entführung ihrer Tochter stark traumatisiert und befindet sich in einer seelischen Ausnahmesituation. Ich konnte ihre Verzweiflung nachvollziehen, aber es tut weh, das zu lesen.
Interessant, aber teilweise sehr verwirrend sind die ständigen Wechsel der Zeitebenen, Perspektiven und Orte in den einzelnen kurzen Kapiteln. Solange ich die Kapitel nacheinander weggelesen habe, konnte ich am Ball bleiben. Doch als ich einmal zwei Tage lang beim Lesen eine Pause machen musste, hatte ich Probleme, den Faden wieder aufzunehmen. Teilweise ist die Geschichte so geschrieben, dass man als Leser automatisch zu einer falschen Schlussfolgerung kommen muss. Das führt auf der einen Seite immer wieder zu einer Überraschung, sorgt auf der anderen Seite aber für Verwirrung.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und zusammen mit den sehr belastenden und aufwühlenden Themen wie z. B. Kindesmisshandlung ist das Buch schon an der Grenze des Erträglichen. Am Schluss wird alles aufgeklärt, aber die Handlung und die Begründungen sind für mich sehr verschachtelt und konstruiert. Adas Verhalten ist teilweise schon kriminell, bleibt jedoch ohne Konsequenzen, was nicht sonderlich glaubhaft ist.
FAZIT: Ein sehr spannender Thriller mit einem aufwühlenden Inhalt, der teilweise verwirrend und nicht ganz glaubhaft ist. Deshalb gebe ich 4 von 5 Sternen.
Es fällt mir relativ schwer, diesen Thriller zu bewerten, da er mir auf der einen Seite sehr gut gefallen hat, ich auf der anderes Seite aber auch Kritikpunkte sehe.
Die Handlung ist durchgehend hochspannend und ich habe das Buch kaum noch aus der Hand legen können. Die nur wenige Seiten langen Kapitel haben die Lesegeschwindigkeit ebenfalls gesteigert, denn es erschien mir immer leicht, noch den nächsten kurzen Abschnitt zu lesen.
Ada Sabel als Protagonistin habe ich in ihrer extremen und polarisierenden Art als faszinierend empfunden. Auf der einen Seite ist sie willensstark, selbstbewusst und individuell, auf der anderen Seite wirkt sie durch ihre Vergangenheit und die Entführung ihrer Tochter stark traumatisiert und befindet sich in einer seelischen Ausnahmesituation. Ich konnte ihre Verzweiflung nachvollziehen, aber es tut weh, das zu lesen.
Interessant, aber teilweise sehr verwirrend sind die ständigen Wechsel der Zeitebenen, Perspektiven und Orte in den einzelnen kurzen Kapiteln. Solange ich die Kapitel nacheinander weggelesen habe, konnte ich am Ball bleiben. Doch als ich einmal zwei Tage lang beim Lesen eine Pause machen musste, hatte ich Probleme, den Faden wieder aufzunehmen. Teilweise ist die Geschichte so geschrieben, dass man als Leser automatisch zu einer falschen Schlussfolgerung kommen muss. Das führt auf der einen Seite immer wieder zu einer Überraschung, sorgt auf der anderen Seite aber für Verwirrung.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und zusammen mit den sehr belastenden und aufwühlenden Themen wie z. B. Kindesmisshandlung ist das Buch schon an der Grenze des Erträglichen. Am Schluss wird alles aufgeklärt, aber die Handlung und die Begründungen sind für mich sehr verschachtelt und konstruiert. Adas Verhalten ist teilweise schon kriminell, bleibt jedoch ohne Konsequenzen, was nicht sonderlich glaubhaft ist.
FAZIT: Ein sehr spannender Thriller mit einem aufwühlenden Inhalt, der teilweise verwirrend und nicht ganz glaubhaft ist. Deshalb gebe ich 4 von 5 Sternen.