Spannend, wendungsreich, einfach lesenswert

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
kraberg Avatar

Von

Ada Sabel arbeitet in Wien bei der Kripo, das heißt zurzeit ist sie suspendiert und recherchiert auf eigene Rechnung. Niemand glaubt ihr, dass ihre 14jährige Tochter, die seit 5 Monaten verschwunden ist, entführt wurde…
Am Anfang fühlte ich mich von der Autorin herausgefordert. Es fand ein steter Wechsel zwischen verschiedenen Orten - Wien, Berlin, Bad Reichenhall und einem Ort nahe von München - statt. Als wäre das nicht genug, gibt es dann auch noch Rückblenden bis ins Jahr 1988. Ich bin froh, diese Herausforderung angenommen und gemeistert zu haben, denn was die Autorin hier zu Papier gebracht hat, ist super spannend, wendungsreich und die Auflösung einfach unglaublich.
Im Mittelpunkt steht Ada Sabel, eine Frau Ende 30, die kein einfaches Leben hinter sich hat, die nachts aus Alpträumen aufwacht, die sich mittels Tabletten über den Tag rettet. Dabei lässt Ada keine Nähe zu. Sie ist nicht einmal in der Lage ihre Tochter, die sie ohne Zweifel innig liebt, zu umarmen. Wen wunderts da, dass Mara ihre Mutter abwertend nur Erzeugerin nennt. Sieht Mara die fehlende Nähe und Zuwendung doch als Ablehnung gegen sich. Adas wagen Erinnerungen lassen sie nicht los und nun ist auch noch ihre Tochter verschwunden. Ich fand die Beschreibungen zu ihrem Verhalten, zu ihrer kranken Seele als sehr eindringlich. Auch wenn Ada jede Hilfe ablehnt, so hat sie mir unwahrscheinlich leidgetan. Wie die Autorin aus den verschiedenen Orten, Zeiträumen und Personen schlussendlich diesen wendungsreichen Thriller zusammengesetzt hat, hat mich überzeugt. Es war, als würden am Ende alle Puzzleteile an die richtige Stelle legen. Spannungsgeladen bis zum Schluss. Darum gibt’s von mir 5 Lese-Sterne und eine absolute Leseempfehlung.