Spannendes Thema, aber etwas zu langatmig

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melinarap Avatar

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Totensee hat mich leider nicht ganz so sehr überzeugt, wie ich anfangs gedacht hatte. Das Thema an sich fand ich super spannend und genau deshalb hatte ich eigentlich erwartet, dass mir das Buch richtig gut gefallen würde. Allerdings hatte ich gerade am Anfang ziemlich Probleme, in die Geschichte hineinzukommen.

Durch die vielen Zeitsprünge und wechselnden Perspektiven war ich zwischendurch teilweise etwas verloren und musste erst einmal wieder einordnen, wann wir uns gerade befinden und aus wessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Dadurch hat sich das Buch für mich stellenweise etwas gezogen und ich fand es insgesamt leider etwas langatmig. Die kurzen Kapitel haben mir dafür sehr gut gefallen und haben zumindest dafür gesorgt, dass man immer wieder schnell weiterlesen konnte.

Je näher das Ende kam, desto mehr hat mich die Geschichte dann aber doch gepackt. Gerade dort wurde endlich vieles aufgeklärt und man konnte die verschiedenen Zusammenhänge immer besser verstehen. Das Ende fand ich deshalb wirklich spannend und für mich war es auch der stärkste Teil des Buches.

Die Charaktere fand ich grundsätzlich interessant. Je mehr man über ihre Vergangenheit erfahren hat, desto besser konnte man ihre Handlungen und ihre Persönlichkeit nachvollziehen. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen und ließ sich angenehm lesen.

Insgesamt fand ich Totensee also nicht schlecht, allerdings konnte mich der Thriller leider nicht ganz so überzeugen wie andere Bücher aus dem Genre. Das Ende konnte mich dann doch noch einmal richtig fesseln, weshalb ich froh war, weitergelesen zu haben.

Das Cover und auch der Titel gefallen mir dafür richtig gut. Beides wirkt direkt spannend und passt meiner Meinung nach sehr gut zum Inhalt. Besonders cool finde ich die raue Oberfläche an einigen Stellen des Covers. Das gibt dem Buch noch einmal etwas Besonderes und macht es auch optisch zu einem echten Hingucker.