Thrillerdebüt mit Ekelfaktor

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brigitteb Avatar

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Ada ist am Boden. Die Kommissarin des LKA Wien vermisst seit Monaten ihre Tochter und ist überzeugt, dass diese entführt worden ist. Niemand glaubt ihr und die Ermittlerin stürzt in eine tiefe Krise, was ihre Suspendierung vom Dienst zur Folge hat. Ohne Unterstützung sucht sie verzweifelt nach ihrem Mädchen. Dann kommt es zu einem bizarren Leichenfund: eine kopflose Tote, auf deren Rücken der Name "Ada" geritzt wurde. Ada muss schnellstmöglich ihre Tochter finden und den rätselhaften Mord aufklären. Dazu muss sie jedoch in die Tiefen ihrer eigenen Kindheit herabsteigen und verborgen gehaltene, grauenvolle Erinnerungen an die Oberfläche lassen. Der Schlüssel für beide Rätsel liegt dort begraben.

Ich mag es, wenn ein Thriller unheimlich, gruselig und psychologisch raffiniert ist. Hier haben für mich aber vor allem Verwirrung und Ekelgefühle dominiert. Beim Thema Missbrauch von Kindern oder Experimente mit ihnen ist für mich zudem auch eine Grenze erreicht, die mich kurz vor den Leseabbruch gebracht haben. Hinzu kommt, dass ich durchs Band verwirrt war über die vielen und abrupten Zeit-, Orts- und Personensprünge. Mich hat das Buch sowohl inhaltlich, als auch bezogen auf den Lesefluss überfordert.

Die Autorin wollte in ihren Debüt verständlicherweise möglichst viel darbieten und erreichen. Für meinen Geschmack ist sie etwas übers Ziel hinausgeschossen. Positiv aufgenommen habe ich die Darstellung der Hauptfigur, eine verzweifelte, liebende Mutter mit erdrückendem Gepäck aus der eigenen Kindheit.