Verwirrend, düster und definitiv nichts für schwache Nerven.

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luckyanne Avatar

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Das Thrillerdebüt „Totensee“ von Sophie Czerny hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht. Ich habe seit langem kein so verwirrendes Buch gelesen. Ich musste die ersten Kapitel mehrfach zurückblättern, um überhaupt noch ein bisschen durchzusehen. Es gibt tatsächlich mehrere Zeitebenen, unterschiedliche Perspektiven und Rückblenden von unterschiedlichen Personen, welche für mich am Anfang schwer einzuordnen waren und es auch eine Weile gedauert hat, bis in einzelne Geschehnisse Klarheit kommt.
Aber dies machte extrem den Reiz aus, diesen brutalen Thriller weiterzulesen.
Die Kapitel haben eine sehr angenehme kurze Länge und daher fiel es nicht schwer einige Seiten tatsächlich mehrfach zu lesen.

Es bleibt tatsächlich spannend bis zum Schluss durch immer wieder neue und nicht erwartete Wendungen und Handlungen, welche man selbst nicht erwartet hätte. Der Schreibstil ist extrem flüssig und alles ist sehr genau beschrieben, was das Buch zu einem echten Pageturner macht und es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen.
Ich hatte mit einem spannenden Thriller gerechnet, aber die Geschichte ist deutlich düsterer und emotional belastender, als ich zunächst erwartet hatte.
Was ich allerdings nicht verschweigen möchte ist, dass es im Buch teilweise unter anderem um Gewalt gegen Kinder, Missbrauch, Selbstverletzung, Entführung und andere sehr schwere Themen geht. Diese Szenen können ggf. sehr nervenaufreibend und für einige Menschen schwer zu verkraften sein.
Trotz allem handelt es sich um einen durch und durch gelungener Thriller mit einer etwas anderen Geschichte als sonst üblich und daher bekommt dieses Buch von mir also eine eindeutige Kaufempfehlung.