Gut dargestellt

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martur Avatar

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Auch wenn man diesen Roman eigenständig lesen kann, stellt er doch ein weiteres Abbild der selben Familie, wie in den vorherigen zwei Teilen dar.
Leïla slimani porträtiert hier wieder mal äußerst gekonnt, eine aus vielen Teilen bestehende Familie und konzentriert sich diesmal vor allem auf die jüngste, nämlich Mia.
Der Schreibstil lässt sich sehr gut weglesen.
Die Beschreibungen und Erklärungen des Marokkos von vor ~50 Jahren lassen einen sehr gut eintauchen in diese (mir) entfernte Welt. Mia wird durchweg sehr nachvollziehbar dargestellt und man kann förmlich ihre Probleme spüren und mit ihr mitfühlen. Die Übersetzung ist gut gelungen, vor allem durch seltene Fußnoten, die bestimmte Begriffe oder den historischen Kontext liefern. Das war äußerst hilfreich.
Leider war der Roman, vor allem, im ersten viertel, doch ziemlich repetetiv und konnte nie wirklich einen spannungsbogen aufziehen. Trotzdem ein wieder mal gut gelungenes Buch.