Im Zwiespalt zwischen den Kulturen
"Trag das Feuer weiter" von Leïla Slimani ist der dritte und letzte Band einer Familientrilogie, die das Leben und die Entwicklung der Familie Belhaj-Daoud über mehrere Generationen schildert. Beruhend auf ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt Slimani über eine Familie im Zwiespalt zwischen den Kulturen. Teilweise mit französischen und teilweise mit marokkanischen Wurzeln meistern die Generationen viele interkulturelle Schwierigkeiten, erfreuen sich aber auch an den Vorteilen, die beide Seiten bieten.
Im dritten Band steht nun Mia im Mittelpunkt, die zum Studium nach Frankreich zieht und Schriftstellerin wird, im Rahmen einer Erkrankung aber wieder in ihre Heimat Marokko zurück kommt und den Wurzeln ihrer Familie auf ihre eigene Art auf den Grund geht. Gleichzeitig entwickeln sich natürlich auch ihre Eltern und Großeltern weiter und haben mit unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen, die Slimani auf sehr ansehnliche Art und Weise schildert, in einer Sprache, die vieles offenlegt und die die Lebensumstände der Familie sehr bildhaft darstellt.
Das Buch entführt in das Marokko des ausklingenden 20. Jahrhunderts und wir dürfen die Familie Balhaj-Daoud über 2 Jahrzehnte begleiten. Aufgrund der detaillierten Erzählungen hat man das Gefühl, die Familie Seite für Seite besser kennenzulernen, auch ohne die beiden ersten Bände zu kennen, kann man der Geschichte leicht folgen.
Auf mich wirkte das Buch wie ein Kampf - ein Kampf, zwischen den Kulturen seine Identität nicht zu verlieren, sich selbst treu zu bleiben, ein Kampf zwischen Tradition und Aufbruch. Während auf der einen Seite Traditionelles hoch gehalten wird, zeigt man sich auf der anderen Seite sehr aufgeschlossen. Die Mutter der Familie ist erfolgreiche Gynäkologin, Mia selbst entdeckt, dass sie homosexuell ist, Vater Mehdi schickt seine beiden Töchter nach Frankreich, um ihnen die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Gleichzeitig werden Riten gepflegt, wie sie in Marokko offenbar schon seit Jahrtausenden Tradition haben. Genau dieser Zwiespalt und dieser Kampf sind es, die das Buch so lesenswert und so interessant machen, die einem ermöglichen, sich selbst in das Leben von Menschen zwischen den Kulturen einzufühlen.
Die Geschichte von Mia und ihrer Familie ist kein Einzelfall, unzählige Menschen leben in diesem ständigen Konflikt mit sich selbst und mit ihrer Herkunft. Auch wenn man selbst nicht davon betroffen ist, so findet man diese Menschen überall und genau deshalb sind Bücher wie "Trag das Feuer weiter" so wichtig. Sie öffnen uns die Augen, sie erweitern unseren Horizont und zeigen und die täglichen Probleme, mit denen Menschen zu kämpfen haben. Wenn sie dann auch noch so schön geschrieben sind, wie Leïla Slimanis Trilogie, ist das eine große Bereicherung! Chapeau!
Im dritten Band steht nun Mia im Mittelpunkt, die zum Studium nach Frankreich zieht und Schriftstellerin wird, im Rahmen einer Erkrankung aber wieder in ihre Heimat Marokko zurück kommt und den Wurzeln ihrer Familie auf ihre eigene Art auf den Grund geht. Gleichzeitig entwickeln sich natürlich auch ihre Eltern und Großeltern weiter und haben mit unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen, die Slimani auf sehr ansehnliche Art und Weise schildert, in einer Sprache, die vieles offenlegt und die die Lebensumstände der Familie sehr bildhaft darstellt.
Das Buch entführt in das Marokko des ausklingenden 20. Jahrhunderts und wir dürfen die Familie Balhaj-Daoud über 2 Jahrzehnte begleiten. Aufgrund der detaillierten Erzählungen hat man das Gefühl, die Familie Seite für Seite besser kennenzulernen, auch ohne die beiden ersten Bände zu kennen, kann man der Geschichte leicht folgen.
Auf mich wirkte das Buch wie ein Kampf - ein Kampf, zwischen den Kulturen seine Identität nicht zu verlieren, sich selbst treu zu bleiben, ein Kampf zwischen Tradition und Aufbruch. Während auf der einen Seite Traditionelles hoch gehalten wird, zeigt man sich auf der anderen Seite sehr aufgeschlossen. Die Mutter der Familie ist erfolgreiche Gynäkologin, Mia selbst entdeckt, dass sie homosexuell ist, Vater Mehdi schickt seine beiden Töchter nach Frankreich, um ihnen die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Gleichzeitig werden Riten gepflegt, wie sie in Marokko offenbar schon seit Jahrtausenden Tradition haben. Genau dieser Zwiespalt und dieser Kampf sind es, die das Buch so lesenswert und so interessant machen, die einem ermöglichen, sich selbst in das Leben von Menschen zwischen den Kulturen einzufühlen.
Die Geschichte von Mia und ihrer Familie ist kein Einzelfall, unzählige Menschen leben in diesem ständigen Konflikt mit sich selbst und mit ihrer Herkunft. Auch wenn man selbst nicht davon betroffen ist, so findet man diese Menschen überall und genau deshalb sind Bücher wie "Trag das Feuer weiter" so wichtig. Sie öffnen uns die Augen, sie erweitern unseren Horizont und zeigen und die täglichen Probleme, mit denen Menschen zu kämpfen haben. Wenn sie dann auch noch so schön geschrieben sind, wie Leïla Slimanis Trilogie, ist das eine große Bereicherung! Chapeau!