Leider hinter den Erwartungen zurückgeblieben

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buechermaus Avatar

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Bei „Trag das Feuer weiter“ handelt es sich um den dritten Teil einer Trilogie, die sich mit mehreren Generationen einer marokkanisch-französischen Familie befasst. Anders als auf Grund des Klappentextes zu vermuten wäre, geht es aber nicht so sehr um Mia, die älteste Tochter des Paares, das wohl im vorigen Band Thema war. Ihre Geschichte dient lediglich als Rahmen für diverse Erzählstränge aller Familienmitglieder. Das Buch habe ich vor allem deshalb gelesen, weil mir vorige Werke der Autorin außerordentlich gut gefallen hatten. Auch hier wieder war unverkennbar der sehr französische Schreibstil vorhanden, der mir gefällt. Aber die Geschichte hat sich doch etwas gezogen, vor allem die erste Hälfte. Ggf. wäre es mir da anders gegangen hätte ich die ersten beiden Bände der Trilogie gelesen. Am Ende bleibe ich unbefriedigt von der Geschichte und bin mir nicht ganz darüber im Klaren, was die Botschaft für Lesende ist. Es ist aus meiner Sicht die Familiensaga einer durchaus burgeoisen, gebildeten Familie aus konservativen Strukturen, die jede*r auf seine Art zu durchbrechen versucht. Der Interessanteste Charakter, Selma, bekam leider am wenigsten Aufmerksamkeit.