Was ist Heimat? Was bedeutet Freiheit?
Die Autorin entfaltet auch im dritten Teil ihrer Familientrilogie wieder furios das ganze Kaleidoskop der Familie Belhaj, bzw. Daoud mit all ihren Facetten bei den verschiedenen Mitgliedern.
Virtuos wechselt sie von einem zum anderen und schreibt aus Sicht ihrer Protagonisten meist im auktorialen Erzählstil, aber auch die Ich-Perspektive verwendet sie, z. B. bei Mia und ihrer Mutter.
Durch den rasanten Austausch der handelnden und beschriebenen Personen in allen drei Generationen in den einzelnen Kapiteln und dem Wechsel der Erzählperspektiven und Lebensumstände muss man als Lesender stets am Ball bleiben, um alles aufnehmen und verstehen zu können, zudem die Autorin auch noch Rückblenden einbaut.
Die gesellschaftlichen Unterschiede innerhalb der Kulturen und zwischen den Kulturen schildert sie mit einer Leichtigkeit wie nebenbei, so dass man das Erleben von Mia und Ines im Wechsel dieser und ihre existentiellen Fragen dazu gut nachvollziehen kann. Die Korruption in Marokko, der Mehdi zum Opfer fällt, wird ebenso anschaulich beschrieben wie die menschliche Kälte in der Elite von Europa. Dass Mia lesbisch ist, macht ihr das Leben – gerade in Marokko – auch nicht gerade einfacher.
Ines Traum von der männerlosen Gesellschaft wird am Ende des Buches nach dem Tod von Amine und Mehdi fast Wirklichkeit, denn nun ist nur noch Selim im fernen New York als Mann in der Familie übrig.
Das letzte Kapitel, das in Ich-Perspektive aus Mias Sicht geschrieben ist, lässt mich traurig und nachdenklich zurück, denn es zeigt, dass Mia sich selbst und ihren Platz in dieser Welt noch nicht gefunden hat. Sie nimmt keine Erinnerungsstücke von der Farm ihrer Großeltern mit, möchte sich aber am liebsten in einem Roman vor der Welt verstecken. Dass ihr Vater acht Jahre nach seinem Tod von allen Vorwürfen freigesprochen wird, ist auch kein Trost, denn wem nützt das jetzt noch?
Ein sehr intensives Buch über eine zerrissene Familie, die Halt, Sinn und Heimat für sich sucht und doch an der Wirklichkeit scheitert.
Virtuos wechselt sie von einem zum anderen und schreibt aus Sicht ihrer Protagonisten meist im auktorialen Erzählstil, aber auch die Ich-Perspektive verwendet sie, z. B. bei Mia und ihrer Mutter.
Durch den rasanten Austausch der handelnden und beschriebenen Personen in allen drei Generationen in den einzelnen Kapiteln und dem Wechsel der Erzählperspektiven und Lebensumstände muss man als Lesender stets am Ball bleiben, um alles aufnehmen und verstehen zu können, zudem die Autorin auch noch Rückblenden einbaut.
Die gesellschaftlichen Unterschiede innerhalb der Kulturen und zwischen den Kulturen schildert sie mit einer Leichtigkeit wie nebenbei, so dass man das Erleben von Mia und Ines im Wechsel dieser und ihre existentiellen Fragen dazu gut nachvollziehen kann. Die Korruption in Marokko, der Mehdi zum Opfer fällt, wird ebenso anschaulich beschrieben wie die menschliche Kälte in der Elite von Europa. Dass Mia lesbisch ist, macht ihr das Leben – gerade in Marokko – auch nicht gerade einfacher.
Ines Traum von der männerlosen Gesellschaft wird am Ende des Buches nach dem Tod von Amine und Mehdi fast Wirklichkeit, denn nun ist nur noch Selim im fernen New York als Mann in der Familie übrig.
Das letzte Kapitel, das in Ich-Perspektive aus Mias Sicht geschrieben ist, lässt mich traurig und nachdenklich zurück, denn es zeigt, dass Mia sich selbst und ihren Platz in dieser Welt noch nicht gefunden hat. Sie nimmt keine Erinnerungsstücke von der Farm ihrer Großeltern mit, möchte sich aber am liebsten in einem Roman vor der Welt verstecken. Dass ihr Vater acht Jahre nach seinem Tod von allen Vorwürfen freigesprochen wird, ist auch kein Trost, denn wem nützt das jetzt noch?
Ein sehr intensives Buch über eine zerrissene Familie, die Halt, Sinn und Heimat für sich sucht und doch an der Wirklichkeit scheitert.