Zwischen Arabern und Europäern

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Das Cover zeigt in schwarz--weiß eine wunderschöne junge Araberin vor der Kulisse einer Stadt und es gefällt mir sehr gut.
Mia und ihre Schwester Inès sind Marokkanerinnen aus einem wohlhabenden Elternhaus. Der Vater ist Banker und arbeitet für eine staatliche Institution, die Mutter ist Gynäkologin an einem Krankenhaus. Die Mädchen gehen auf eine französische Privatschule und wachsen behütet auf. Aber sie fühlen sich beide keiner der beiden Kulturen richtig zugehörig. Die arabische Sprache fällt beiden schwer, da zuhause französisch gesprochen wird, die Eltern leben auch nicht strikt nach dem Islam. Bei ihnen wird Alkohol getrunken und auch der Ramadan wird nicht unbedingt eingehalten. Ihre Großmutter mütterlicherseits ist Elsässerin, die seit ihrer Hochzeit auf dem Land in der Nähe von Rabat lebt. Dort hat ihr Mann ein großes landwirtschaftliches Gut. Die Mädchen verbringen dort oft ihre Ferien.
Als Mia entdeckt, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlt, stürzt sie das in ein Gefühlschaos, noch dazu wird sie von ihrer Freundin verraten und gedemütigt. So schnell wie möglich beendet sie die Schule und zieht zum Studium nach Paris. Marokko befindet sich im Umbruch, was auch ihr Vater zu spüren bekommt. Die Eltern versuchen, alles so normal wie möglich aussehen zu lassen, aber die Mädchen spüren es. Auch Inès zieht nach Paris, um Medizin zu studieren.
Das Leben geht für alle weiter und hält einiges weniger Schönes für sie bereit.
Man erlebt den Unterschied der Kulturen hautnah mit. Lesenswert!