Sprühend vor Witz und Fantasie
Was für eine Enttäuschung für Grundschulkind Jasper! Eigentlich wollte er doch gleich zu Ferienbeginn mit seinem alleinerziehenden Vater in den gemeinsamen Urlaub starten. Weil berufliche Verpflichtungen dazwischenfunken, wird Jasper zu seinem großen Missfallen bei Tante Merle, Onkel Henk und der biestigen Cousine Emma in der Gärtnerei auf dem todlangweiligen Dorf untergebracht. Zwei wichtige Dinge hat Jasper von daheim mitgebracht: sein Fahrrad und einen kaputten aber geheimnisvollen Wecker, den ihm der Trödelhändler Herr Ostermann geschenkt hatte. Kaum hat Jasper nachts versucht, den Wecker zu reparieren, scheint irgendein merkwürdiges Wesen die Gegend unsicher zu machen und z.B. den Dorfteich zu leeren und riesige Haufen zu hinterlassen. Ahnungsvoll macht sich Jasper mit dem Rad auf die Suche. Im alten verlassenen Steinbruch kommt die Erkenntnis: der Wecker ist eine Zeitmaschine und durch seine Reparatur hat er einen Triceratops aus der Urzeit in die Gegenwart geholt. Dieser ist auch noch ganz wild auf Jaspers Frühstücks-Honigpops und Rhabarberlimonade.
Nun beginnt das spannende Abenteuer! Gut, dass Jasper und sein neuer Freund Dino „Popsi“ Unterstützung von einer älteren Wissenschaftlerin Dr. Amalia Hicks und später auch vom Trödelhändler Ostermann und der kleinen Selma bekommen.
Der Triceratops Honigpops erweist sich rasch als sprachlich und motorisch sehr begabt und saust munter brabbelnd auf einem Fahrrad mit Stützrädern durch den Wald. Doch unbemerkt bleibt so ein Treiben nicht lange…
Die Handlung mit ihren vielen witzigen und frechen Ideen ist mal etwas ganz Neues. Auch vorlesende Erwachsene werden humorvoll und spannend unterhalten.
Wo trifft man mal auf einen sprechenden, radfahrenden Dinosaurier? Die Geschichte ist voller Herz und Tempo.
Jasper taucht förmlich ein in ein wildes Meer an Gefühlen und Erfahrungen: Von Enttäuschung und Einstellung auf komplett andere Anforderungen, von Mobbing zu Freundschaft und Vertrauen, Mut und Sorge, von Verantwortung, Entscheidungen und Loslassen.
Jaspers Gedanken, Gefühle und Zweifel sind überzeugend dargestellt. Die kleine Leserschaft identifiziert sich rasch mit ihm. Schön ist es, dass Charaktere ganz unterschiedlichen Alters wichtige Rollen übernehmen. Tatsächlich arbeiten gerade Ältere und ganz Junge als generationenübergreifendes Team zusammen, um „Popsi“ zu retten: Die ältere Ornithologin Amelia Hicks und der Trödelhändler Ostermann zusammen mit Jasper und Selma.
Über Amelia Hicks werden sehr unaufdringlich informative Fakten über Dinosaurier eingestreut. Für einen Moment darf Jasper uns ja sogar in die Zeit der Dinosaurier mitnehmen.
Die andere Gruppe von Charakteren wird gestellt von Jaspers Familie. Der Vater ist alleinerziehend und beruflich sehr eingespannt. Sein Vorschlag mit Jaspers Ausflug zum alten Steinbruch bringt später die Geschichte weiter, ist aber durchaus keine ungefährliche Idee, die ich Kindern im Grundschulalter wohl weniger empfehlen würde… (zumindest nicht ohne Begleitung von Erwachsenen. Gut, dass Jasper dort gleich auf Frau Dr. Hicks trifft…).
Jaspers Onkel ist recht umgänglich und freundlich dargestellt, die Tante scheint überbesorgt und sehr restriktiv, was vor allem auch durch die Mimik in den Illustrationen unterstrichen wird. Das könnte manche Kinder etwas irritieren. Cousine Emma mobbt anfangs ziemlich extrem. Doch sie macht nach anfänglicher Boshaftigkeit und Mobbing später eine überraschende Entwicklung durch. Immerhin… (Nunja, Verwandtschaft ist nicht immer ein Ponyhof…).
Sehr lesefreundlich sind die große Schrift und die übersichtliche Kapiteleinteilung mit angenehmer Textlänge. Lesegeübte Kinder können sich schon daran wagen, andere beginnen vielleicht erst einmal mit den Sprechblasen im Comicstil.
Für mich gehören die zauberhaften Illustrationen von Simona Ceccarelli zu einem Highlight des Buches. Mal füllen die fröhlichen, farbenprächtigen Bilder ganz Seiten, mal umrahmen sie nur den Text. Bei Nacht wird die Seite in Schwarz getaucht und die Schrift bleibt in Weiß sehr gut lesbar. Wie der Text beweisen auch die Illustrationen viel Witz.
Bemerkenswert finde ich, dass sowohl die Autorin Angelika Niestrath als auch die Illustratorin Simona M. Ceccarelli Quereinsteigerinnen sind und ihr halbes Berufsleben in anderen Bereichen verbracht haben. Als Team haben sie hier super und sehr fantasievoll zusammen gewirkt und ein wunderbares Buch für Kinder ab 6 Jahren auf die Beine gestellt. Wie toll, dass im nächsten Frühjahr ein zweiter Band erscheinen wird.
Nun beginnt das spannende Abenteuer! Gut, dass Jasper und sein neuer Freund Dino „Popsi“ Unterstützung von einer älteren Wissenschaftlerin Dr. Amalia Hicks und später auch vom Trödelhändler Ostermann und der kleinen Selma bekommen.
Der Triceratops Honigpops erweist sich rasch als sprachlich und motorisch sehr begabt und saust munter brabbelnd auf einem Fahrrad mit Stützrädern durch den Wald. Doch unbemerkt bleibt so ein Treiben nicht lange…
Die Handlung mit ihren vielen witzigen und frechen Ideen ist mal etwas ganz Neues. Auch vorlesende Erwachsene werden humorvoll und spannend unterhalten.
Wo trifft man mal auf einen sprechenden, radfahrenden Dinosaurier? Die Geschichte ist voller Herz und Tempo.
Jasper taucht förmlich ein in ein wildes Meer an Gefühlen und Erfahrungen: Von Enttäuschung und Einstellung auf komplett andere Anforderungen, von Mobbing zu Freundschaft und Vertrauen, Mut und Sorge, von Verantwortung, Entscheidungen und Loslassen.
Jaspers Gedanken, Gefühle und Zweifel sind überzeugend dargestellt. Die kleine Leserschaft identifiziert sich rasch mit ihm. Schön ist es, dass Charaktere ganz unterschiedlichen Alters wichtige Rollen übernehmen. Tatsächlich arbeiten gerade Ältere und ganz Junge als generationenübergreifendes Team zusammen, um „Popsi“ zu retten: Die ältere Ornithologin Amelia Hicks und der Trödelhändler Ostermann zusammen mit Jasper und Selma.
Über Amelia Hicks werden sehr unaufdringlich informative Fakten über Dinosaurier eingestreut. Für einen Moment darf Jasper uns ja sogar in die Zeit der Dinosaurier mitnehmen.
Die andere Gruppe von Charakteren wird gestellt von Jaspers Familie. Der Vater ist alleinerziehend und beruflich sehr eingespannt. Sein Vorschlag mit Jaspers Ausflug zum alten Steinbruch bringt später die Geschichte weiter, ist aber durchaus keine ungefährliche Idee, die ich Kindern im Grundschulalter wohl weniger empfehlen würde… (zumindest nicht ohne Begleitung von Erwachsenen. Gut, dass Jasper dort gleich auf Frau Dr. Hicks trifft…).
Jaspers Onkel ist recht umgänglich und freundlich dargestellt, die Tante scheint überbesorgt und sehr restriktiv, was vor allem auch durch die Mimik in den Illustrationen unterstrichen wird. Das könnte manche Kinder etwas irritieren. Cousine Emma mobbt anfangs ziemlich extrem. Doch sie macht nach anfänglicher Boshaftigkeit und Mobbing später eine überraschende Entwicklung durch. Immerhin… (Nunja, Verwandtschaft ist nicht immer ein Ponyhof…).
Sehr lesefreundlich sind die große Schrift und die übersichtliche Kapiteleinteilung mit angenehmer Textlänge. Lesegeübte Kinder können sich schon daran wagen, andere beginnen vielleicht erst einmal mit den Sprechblasen im Comicstil.
Für mich gehören die zauberhaften Illustrationen von Simona Ceccarelli zu einem Highlight des Buches. Mal füllen die fröhlichen, farbenprächtigen Bilder ganz Seiten, mal umrahmen sie nur den Text. Bei Nacht wird die Seite in Schwarz getaucht und die Schrift bleibt in Weiß sehr gut lesbar. Wie der Text beweisen auch die Illustrationen viel Witz.
Bemerkenswert finde ich, dass sowohl die Autorin Angelika Niestrath als auch die Illustratorin Simona M. Ceccarelli Quereinsteigerinnen sind und ihr halbes Berufsleben in anderen Bereichen verbracht haben. Als Team haben sie hier super und sehr fantasievoll zusammen gewirkt und ein wunderbares Buch für Kinder ab 6 Jahren auf die Beine gestellt. Wie toll, dass im nächsten Frühjahr ein zweiter Band erscheinen wird.