Und Dinosaurier können doch Fahrrad fahren

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drachenzahn Avatar

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Diese warmherzige Dinosauriergeschichte begeistert mit liebenswerten Figuren, verrückten Einfällen und wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen. Vor allem junge Dinofans ab etwa fünf Jahren dürften an diesem Buch viel Freude haben.

Eigentlich verbringt Jasper seine Ferien nur widerwillig bei seinem Onkel, seiner Tante und seiner Cousine Emma. Durch einen Zufall verwandelt sich jedoch ein alter Wecker in eine Zeitreisemaschine, mit deren Hilfe ein verletzter Triceratops in die Gegenwart gelangt. Gemeinsam mit der ehemaligen Lehrerin Amelia pflegen und schützen sie den Dinosaurier Honigpops. Doch das arme urzeitliche Tier leidet unter schrecklicher Langeweile. Um Abhilfe zu schaffen, bringt Jasper ihm schließlich das Sprechen und Fahrradfahren bei.

Unsere fünfjährige Tochter brauchte etwas Zeit, um in die Geschichte hineinzufinden. Der Beginn war etwas zäh, die Beschreibungen zu langwierig und es passierte zunächst zu wenig. Zudem war das zickige und beleidigende Benehmen von Emma eher befremdlich als witzig. Erst mit dem Auftauchen des Triceratops gewinnt die Handlung deutlich an Tempo und Humor. Die Vorstellung, wie dieses riesige Tier sich auf ein Fahrrad schwingt, ist wirklich überaus amüsant. Auch der Sprachfehler ist recht liebenswert, wobei mein Kind mitunter eine zusätzliche Übersetzung gebraucht hat.

Ein Highlight sind die Illustrationen. Viele Bilder erstrecken sich über eine ganze Seite, manche sogar über eine komplette Doppelseite. Die Mischung aus klassischen Illustrationen, Sprechblasen und farblich hervorgehobenen Wörtern lockert den Text zusätzlich auf und dürfte besonders Leseanfänger ansprechen.

Insgesamt handelt es sich um eine fantasievolle und humorvolle Geschichte, die nach einem etwas verhaltenen Einstieg mit originellen Ideen und einem liebenswerten Dinosaurier überzeugt.