Schonungslose Realitäten: Der westlichen Kultur wird der Spiegel vorgehalten
Das Buch "Trophäe" von Gaea Schoeters ist eine bittere und harte Pille, aber vielleicht deshalb eine heilende Medizin.
Es räumt auf mit vielen Klischees und Verklärungen von Afrika, der Natur und der Jagd. Es ist ein schonungsloser, extrem spannender Thriller über die Grausamkeit der Natur und der Menschen ohne den Blick auf die Schönheit des Kontinents zu verlieren.
Hauptfigur ist Hunter White, ein Superreicher und Jäger. Mit seinem Geld kauft er sich die Lizenz zum Abschuss eines generell gefährdeten (Breitmaul)Nashorns und hält sein Tun dadurch sowie die Investition in viele Naturschutzprojekte für legitim. Ihm geht es aber in erster Linie um das Sammeln von Jagdtrophaen sowie das stimmulierende Hochgefühl nach einem erfolgreichen Abschuss.
Als "sein Nashorn" von Wilderern weggeschappt wird, lässt er sich allen Skrupeln zum Trotz auf die Jagd einer ganz anderen Beute ein. "No pray no pay" (Keine Beute keine Bezahlung) werden Schicksal hafte Worte für ihn.
Auch wenn die vermeintlich guten und gefährlichen Aspekte der Jagd aus seiner Sicht gut dargestellt werden, wird doch schnell klar, wie ungleich der Kampf zwischen Mensch und Tier ist. Hunter jagd um einen inneren Trieb zu befriedigen. Es geht wider aller gegenteiligen Argumente nicht um Nahrung, sein Überleben, Wildhege oder gar Arten-und Naturschutz, sondern hauptsächlich um die Befriedigung seines Egos.
Allein dieser Eingriff in den Lauf der Natur, dem sich die westliche Welt schuldig macht, ist in den Augen der afrikanischen Naturvölker eine schreckliche Hybris und Arroganz. Die Natur Afrikas und ihre Völker leben und denken ganz anders. Grausam und unerträglich hart für westliche Vorstellungen, zugleich aber auch nachvollziehbar, pragmatisch und im Einklang mit der Natur (zumindest hier im Buch ohne Besitz-- und Ausbeutungsmuster).
Wer sind wir, dass wir denken die Meinungshoheit und den Anspruch auf die Dominanz unserer Werte zu haben. Das ist eine zentrale Frage von Gaea Schoeters packendem Buch.
Für Hunter White, soviel sei verraten, wird seine Sucht, Trophäen zu sammeln, zu einem gnadenlosen Kampf ums Überleben.
Für mich definitiv ein 5 Sterne-Buch.
Es räumt auf mit vielen Klischees und Verklärungen von Afrika, der Natur und der Jagd. Es ist ein schonungsloser, extrem spannender Thriller über die Grausamkeit der Natur und der Menschen ohne den Blick auf die Schönheit des Kontinents zu verlieren.
Hauptfigur ist Hunter White, ein Superreicher und Jäger. Mit seinem Geld kauft er sich die Lizenz zum Abschuss eines generell gefährdeten (Breitmaul)Nashorns und hält sein Tun dadurch sowie die Investition in viele Naturschutzprojekte für legitim. Ihm geht es aber in erster Linie um das Sammeln von Jagdtrophaen sowie das stimmulierende Hochgefühl nach einem erfolgreichen Abschuss.
Als "sein Nashorn" von Wilderern weggeschappt wird, lässt er sich allen Skrupeln zum Trotz auf die Jagd einer ganz anderen Beute ein. "No pray no pay" (Keine Beute keine Bezahlung) werden Schicksal hafte Worte für ihn.
Auch wenn die vermeintlich guten und gefährlichen Aspekte der Jagd aus seiner Sicht gut dargestellt werden, wird doch schnell klar, wie ungleich der Kampf zwischen Mensch und Tier ist. Hunter jagd um einen inneren Trieb zu befriedigen. Es geht wider aller gegenteiligen Argumente nicht um Nahrung, sein Überleben, Wildhege oder gar Arten-und Naturschutz, sondern hauptsächlich um die Befriedigung seines Egos.
Allein dieser Eingriff in den Lauf der Natur, dem sich die westliche Welt schuldig macht, ist in den Augen der afrikanischen Naturvölker eine schreckliche Hybris und Arroganz. Die Natur Afrikas und ihre Völker leben und denken ganz anders. Grausam und unerträglich hart für westliche Vorstellungen, zugleich aber auch nachvollziehbar, pragmatisch und im Einklang mit der Natur (zumindest hier im Buch ohne Besitz-- und Ausbeutungsmuster).
Wer sind wir, dass wir denken die Meinungshoheit und den Anspruch auf die Dominanz unserer Werte zu haben. Das ist eine zentrale Frage von Gaea Schoeters packendem Buch.
Für Hunter White, soviel sei verraten, wird seine Sucht, Trophäen zu sammeln, zu einem gnadenlosen Kampf ums Überleben.
Für mich definitiv ein 5 Sterne-Buch.