Altersmild
Der Erstlingsroman von Alexandra Stahl besteht aus zwei Teilen. Zuerst erzählt sie sehr empathisch von ihrer Kindheit und ihren Großeltern aus Unterfranken. Die beiden „zankten ständig wie Laurel und Hardy“, ihre Liebe hielt aber 57 Jahre lang. Die fränkischen Ausdrücke, die reichlich vorkommen, zeigen sich auch im Titel - „Frangfodd is schlimmer als Tschikago.“
Die recht kurzen Abschnitte sind wie Momentaufnahmen. Auch im zweiten Teil, hier erzählt die Autorin sehr amüsant von ihrer späteren ehrenamtlichen Arbeit in einer Biografiegruppe in einem Seniorenheim. Gerade in den knappen Beschreibungen entsteht ein sehr lebendiges Bild von den Teilnehmenden. Hier kommt auch der Berliner Dialekt immer wieder vor.
Vergänglichkeit und Abschiednehmen sind der rote Faden, der sich durch das Buch zieht. Wenn man bereit ist, sich auf den ungewohnten Erzählstil einzulassen, kann „Tschikago“ eine wunderbare Einstimmung aufs Älterwerden sein, die mit so manch Beschwerlichem versöhnlich stimmt.
Die recht kurzen Abschnitte sind wie Momentaufnahmen. Auch im zweiten Teil, hier erzählt die Autorin sehr amüsant von ihrer späteren ehrenamtlichen Arbeit in einer Biografiegruppe in einem Seniorenheim. Gerade in den knappen Beschreibungen entsteht ein sehr lebendiges Bild von den Teilnehmenden. Hier kommt auch der Berliner Dialekt immer wieder vor.
Vergänglichkeit und Abschiednehmen sind der rote Faden, der sich durch das Buch zieht. Wenn man bereit ist, sich auf den ungewohnten Erzählstil einzulassen, kann „Tschikago“ eine wunderbare Einstimmung aufs Älterwerden sein, die mit so manch Beschwerlichem versöhnlich stimmt.