Anders als erwartet
Ich bin bei „Tschikago“ von Alexandra Stahl etwas hin- und hergerissen. Die Leseprobe und vor allem die Geschichte der fränkischen Großeltern haben mich sehr berührt. Vieles hat mich an meine eigene Familie erinnert und ich konnte viele der beschriebenen Situationen gut nachempfinden. Gerade die kleinen, alltäglichen Dinge haben mir gefallen – zum Beispiel die „Wurst-Klinke“ beim Metzger, die ich tatsächlich auch kenne. Auch die Aussagen und Dialoge im Dialekt fand ich oft sehr witzig und lebendig. Dieser Teil hat bei mir viele Erinnerungen geweckt und war für mich der stärkste Abschnitt des Buches.
Im zweiten Teil geht es um die Bewohner eines Altenheims. Hier hatte ich allerdings zunehmend das Gefühl, dass vor allem Erinnerungen, Aussagen und Gespräche aneinandergereiht werden. Dabei hat die Autorin meiner Meinung nach ein sehr gutes Gespür für Situationen und Menschen. An manchen Stellen entsteht dadurch auch durchaus Emotionalität. Trotzdem blieb mir vieles zu oberflächlich. Das fand ich besonders schade, weil die Geschichten und Lebenswege der alten Menschen eigentlich sehr spannend sind und meiner Meinung nach viel mehr Tiefe hergegeben hätten.
Der dritte Teil, in dem es um den Schreibprozess geht, hat mich dann leider eher nicht mehr interessiert. Für mich hätte es diesen Teil nicht unbedingt gebraucht und ich hätte mir stattdessen lieber mehr von den Geschichten der Menschen gewünscht.
Insgesamt also ein Buch, bei dem für mich Licht und Schatten dabei sind. Besonders die Geschichte der Großeltern hat mich erreicht und wird mir wahrscheinlich auch am längsten im Gedächtnis bleiben. Die anderen Teile konnten mich dagegen leider nicht ganz so überzeugen.
Im zweiten Teil geht es um die Bewohner eines Altenheims. Hier hatte ich allerdings zunehmend das Gefühl, dass vor allem Erinnerungen, Aussagen und Gespräche aneinandergereiht werden. Dabei hat die Autorin meiner Meinung nach ein sehr gutes Gespür für Situationen und Menschen. An manchen Stellen entsteht dadurch auch durchaus Emotionalität. Trotzdem blieb mir vieles zu oberflächlich. Das fand ich besonders schade, weil die Geschichten und Lebenswege der alten Menschen eigentlich sehr spannend sind und meiner Meinung nach viel mehr Tiefe hergegeben hätten.
Der dritte Teil, in dem es um den Schreibprozess geht, hat mich dann leider eher nicht mehr interessiert. Für mich hätte es diesen Teil nicht unbedingt gebraucht und ich hätte mir stattdessen lieber mehr von den Geschichten der Menschen gewünscht.
Insgesamt also ein Buch, bei dem für mich Licht und Schatten dabei sind. Besonders die Geschichte der Großeltern hat mich erreicht und wird mir wahrscheinlich auch am längsten im Gedächtnis bleiben. Die anderen Teile konnten mich dagegen leider nicht ganz so überzeugen.