Begleitung beim Altern
Mir hat das sehr ungewöhnliche Buch Tschikago von Alexandra Stahl sehr gut gefallen, aber auch unendlich traurig gemacht. Daran konnte auch der unterschwellige Humor über die Schrullen des Alterns nichts ändern.
Zu Beginn des Buches beschreibt die Autorin das Verhältnis der Großeltern zueinander und auch zur Enkelin. Diese zum Teil humorigen Beschreibungen lassen eine tiefe Verbundenheit zueinander erkennen.
Als der Großvater stirbt, nimmt sie eine ehrenamtliche Stelle in einem Pflegeheim in Berlin an. Wöchentlich unterhält sie sich dort mit einem Kreis alter Leutchen über das Leben, Vergangenes und Gegenwart. Was ich hier befremdlich fand, war, dass ich mehrmals gelesen habe, dass Sozialarbeiter sich einmischten und für die Menschen entschieden. Ist das tatsächlich so? Werden alte Menschen in diesen Heimen komplett entmündigt? Das macht betroffen. Dass manche Angehörige sich so verhalten, ist schon schlimm genug.
Mir haben die kurzen Episoden gut gefallen, oft nur mit Andeutungen, weil sich eben nicht mehr herausfinden ließ aus den Geschichten der Pflegeheimbewohner. Ich finde, die Autorin hat den Menschen eine Stimme gegeben und ein Denkmal gesetzt.
Traurig ist das Älterwerden, wenn die Menschen sich verlassen fühlen müssen, niemand oder fast niemand vorbeikommt und sie das Gefühl haben müssen, im Leben schon vergessen zu sein. Daran sollten die Nachkommenden arbeiten, dem Alter die Würde erhalten.
Zu Beginn des Buches beschreibt die Autorin das Verhältnis der Großeltern zueinander und auch zur Enkelin. Diese zum Teil humorigen Beschreibungen lassen eine tiefe Verbundenheit zueinander erkennen.
Als der Großvater stirbt, nimmt sie eine ehrenamtliche Stelle in einem Pflegeheim in Berlin an. Wöchentlich unterhält sie sich dort mit einem Kreis alter Leutchen über das Leben, Vergangenes und Gegenwart. Was ich hier befremdlich fand, war, dass ich mehrmals gelesen habe, dass Sozialarbeiter sich einmischten und für die Menschen entschieden. Ist das tatsächlich so? Werden alte Menschen in diesen Heimen komplett entmündigt? Das macht betroffen. Dass manche Angehörige sich so verhalten, ist schon schlimm genug.
Mir haben die kurzen Episoden gut gefallen, oft nur mit Andeutungen, weil sich eben nicht mehr herausfinden ließ aus den Geschichten der Pflegeheimbewohner. Ich finde, die Autorin hat den Menschen eine Stimme gegeben und ein Denkmal gesetzt.
Traurig ist das Älterwerden, wenn die Menschen sich verlassen fühlen müssen, niemand oder fast niemand vorbeikommt und sie das Gefühl haben müssen, im Leben schon vergessen zu sein. Daran sollten die Nachkommenden arbeiten, dem Alter die Würde erhalten.