Das Leben der Älteren

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Alexandra Stahl hat ihren Roman in zwei Teile unterteilt. Im ersten erzählt sie von ihrer Kindheit und ihren Großeltern, im zweiten Teil von Menschen in einem Berliner Seniorenheim, die sie als Erwachsene regelmäßig besucht (hat).
Den ersten Teil mit den Großeltern fand ich super. Den liebevollen Blick auf die Gewohnheiten, den Umgang des Paares miteinander, die Beschreibung des Dorfes, wie die Leute bei einem Todesfall reagieren, die Neugier, der Dialekt. Der Verfall des Großvaters ging mir ans Herz. Dieser Teil hat mir eine Nähe vermittelt, die ich leider im zweiten Teil vermisst habe.
Man lernt diverse Menschen mit ihren Eigenheiten und Vergangenheiten kennen, die in diesem Seniorenheim leben und die u.a. schlecht hören, dement sind oder auch noch recht fit. Auch wenn gelegentlich in Klammern ein Hinweis Orientierung geben soll, von wem jetzt wieder die Rede ist, waren mir die Personen zu viel und zu schlecht unterscheidbar. Für mich war es eher eine Auflistung von Episoden, slapstickhafte Dialoge zwischen den Bewohnern, Zitate von Liedern und Texten, die die Autorin in Bezug zum Geschehen setzte, aber dadurch auch immer eine gewisse Distanz.
Netter Lesestoff für Zwischendurch.