Ein leiser Roman über das Älterwerden
Das Buch ist in zwei Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil gewährt uns die Erzählerin tiefe Einblicke in das Altern ihrer Grosseltern. Sie hatte das Glück, als Kind und Jugendliche sehr viel Zeit bei Oma und Opa verbingen zu dürfen. Obwohl die Grosseltern ihre Liebe nicht offenkundig mitzuteilen vermochten, erfuhr die Enkelin hier viel Zuwendung. Sie war jederzeit willkommen und die grosselterliche Nestwärme gab ihr Halt bei der Scheidung der Eltern. Das schrittweise Abschiednehmen vom Grossvater hat die Erzählerin tief geprägt.
Im zweiten Teil ist die Autorin inzwischen nach Berlin gezogen. Hier beginnt sie, Freiwilligenarbeit in einem Seniorenheim zu leisten. Diese wenigen wöchentlichen Stunden sind nicht nur für die Heimbewohner, sondern auch für die Erzählerin lichtvolle und bereichernde Momente. Tragik und Komik liegen an diesem Ort täglich sehr nah beieinander. Eine unterschwellige Trauer schwingt stetig mit. Die Autorin näht die einzelnen Gedankenfetzen, Anekdoten, Ausrufe oder Belehrungen der betagten Heimbewohner zu einen bunten Flickenteppich zusammen. Dies macht sie gekonnt, nämlich auf ihre eigene Weise.
Alexandra Stahl hat ein wunderschönes, stilles Werk gewebt, zutiefst autobiografisch, aber ganz ohne Hang zur Selbstdarstellung. Sie beschreibt berührend, jedoch ohne Sentimentalität, was es bedeutet, den Menschen, die uns am Nächsten stehen, beim Altern zuzuschauen. Mit urigen und oftmals schnoddrigen Dialogen zeigt sie, dass ein gelebtes Leben voller Ecken und Kanten steckt, jedoch auch einen tiefen Brunnen lebendiger Erinnerungen birgt. Die Korrektheit des fränkischen und des berliner Dialekts konnte ich als Schweizerin nicht beurteilen, die Passagen haben mich jedoch immer zum lauten und engagierten Mitsprechen animiert.
Im zweiten Teil ist die Autorin inzwischen nach Berlin gezogen. Hier beginnt sie, Freiwilligenarbeit in einem Seniorenheim zu leisten. Diese wenigen wöchentlichen Stunden sind nicht nur für die Heimbewohner, sondern auch für die Erzählerin lichtvolle und bereichernde Momente. Tragik und Komik liegen an diesem Ort täglich sehr nah beieinander. Eine unterschwellige Trauer schwingt stetig mit. Die Autorin näht die einzelnen Gedankenfetzen, Anekdoten, Ausrufe oder Belehrungen der betagten Heimbewohner zu einen bunten Flickenteppich zusammen. Dies macht sie gekonnt, nämlich auf ihre eigene Weise.
Alexandra Stahl hat ein wunderschönes, stilles Werk gewebt, zutiefst autobiografisch, aber ganz ohne Hang zur Selbstdarstellung. Sie beschreibt berührend, jedoch ohne Sentimentalität, was es bedeutet, den Menschen, die uns am Nächsten stehen, beim Altern zuzuschauen. Mit urigen und oftmals schnoddrigen Dialogen zeigt sie, dass ein gelebtes Leben voller Ecken und Kanten steckt, jedoch auch einen tiefen Brunnen lebendiger Erinnerungen birgt. Die Korrektheit des fränkischen und des berliner Dialekts konnte ich als Schweizerin nicht beurteilen, die Passagen haben mich jedoch immer zum lauten und engagierten Mitsprechen animiert.