Ich habe mehr erwartet

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tausendschön Avatar

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Der Roman von Alexandra Stahl "Tschikago" hat mich leider nicht so abgeholt, wie ich es mir aus der Leseprobe erhofft hatte. Der Anfang beschreibt ihre Kindheit mit den Großeltern in einer fränkischen Kleinstadt und die Dialoge und Käppeleien im fränkischen Dialekt geschrieben, finde ich sehr charmant und versetzt mich in diese Gegend. Im zweiten Teil, in dem sie die Arbeit in einem Seniorenheim beschreibt, die sie über ein Jahrzehnt ausgeführt hat, sind die Dialoge mit den älteren Herrschaften sehr fragmentmäßig geschrieben und lassen eigentlich gar keine Stimmung zu diesen alten Herrschaften aufkommen. Auf jeden Fall nicht so, wie es vielleicht angedacht war. Störend fand ich auch die vielen Worte oder Sätze die permanent wiederholt wurden. Auch wenn alte Menschen oft das gleiche Erzählen, es kommt hier aber nicht so an, sondern lässt Fragezeichen entstehen. Schade, die Arbeit mit alten Menschen ist sicherlich nicht einfach und die Idee diese Erinnerungen aufzuzeichnen, ist bestimmt eine tolle. Aber mit diesem Stil komme ich nicht zurecht. Ich habe das Buch leider nicht zu Ende gelesen.