Kluge Reflexion über das Alter(n)

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lesedelfin Avatar

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In "Tschikago" reflektiert Alexandra Stahl autofiktional anhand ihrer Großeltern und später einer Gruppe Senior:innen, die sie in einer Seniorenresidenz unterhält, die ganz großen Fragen. Nach Leben und Tod, Altern, Krankheit und Gesundheit, dem Wert von Erinnerungen und subsequent auch danach, wie man ein gutes, ein "richtiges" Leben führt. Dabei muss ich sagen, dass das Buch für mich dreigeteilt war. Der erste Teil, in dem sie hauptsächlich vom Älterwerden ihrer Großeltern und ihrer Beziehung zu ihnen, von den Marotten älterer Menschen erzählt, ist in meinen Augen gelungen und geht nahtlos mit dem dritten zusammen. Leider wirkte der Mittelteil auf mich nicht wie aus einem Guss mit dem Rest, und ließ mich oft allein mit meiner Auslegung der Textfragmente. Insofern möchte ich der Autorin große Klugheit attestieren, hätte mir aber ein besseres Lektorat für die Lötarbeit an den einzelnen Teilen oder die Anordnung der Fragmente gewünscht.