Lebensfragmente
Das Buch „Tschikago“ von Alexandra Stahl zerfällt in drei Teile.
Im ersten Teil schildert sie amüsant und liebevoll ihre Großeltern in dem kleinen Dorf im Spessart. Die Oma mit ihrer Katzenliebe, den Opa, der fast mal nach Chicago gekommen wäre und nun als Elektriker Steckdosen und Kabel sammelt. Ich habe die Figuren buchstäblich vor mir gesehen, so lebendig wurden sie charakterisiert.
Im zweiten Teil schreibt die Autorin über ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Biografiebegleiterin in einem Berliner Pflegeheim. Die Bewohner und deren Erinnerungen und Erlebnisse werden so fragmentarisch und anekdotisch beschrieben, dass ich nicht mehr folgen konnte, weil sie so ununterscheidbar sind. Alexandra Stahl erwähnt immer mal wieder, dass sie sich Fragmente und Schnipsel in ein Buch geschrieben habe und jetzt, Jahre später, selber nicht mehr wisse, was davon wirklich passiert sei. Sie hat sich aber auch nicht die Mühe gemacht, das gesammelte Material stilistisch so aufzubereiten, dass sie ihre Leser mitnimmt, und es in einen lesbaren Fluss zu verwandeln.
Der dritte Teil „Winken bis zum Schluss“ zerfällt dann nur noch in Fragmente, fast so, als ob sie den restlichen Inhalt ihres Notizbuches ungefiltert ins Buch gekippt hätte: mal Aussprüche ihrer Großmutter beim letzten Besuch in der Heimat, mal Zitate von anderen Schriftstellern, mal hätte sie fast einen ihrer Pflegeheimbewohner beim Spaziergang am Main getroffen.
Der Themenkreis Altern, Erinnerungen, Was-bleibt-am-Ende-des-Lebens, menschliche Nähe, Abschied und Sterben ist richtig und wichtig, aber der fragmentarische Stil hat dafür gesorgt, dass ich mich zum Schluss nur noch durch das Buch gequält habe.
Im ersten Teil schildert sie amüsant und liebevoll ihre Großeltern in dem kleinen Dorf im Spessart. Die Oma mit ihrer Katzenliebe, den Opa, der fast mal nach Chicago gekommen wäre und nun als Elektriker Steckdosen und Kabel sammelt. Ich habe die Figuren buchstäblich vor mir gesehen, so lebendig wurden sie charakterisiert.
Im zweiten Teil schreibt die Autorin über ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Biografiebegleiterin in einem Berliner Pflegeheim. Die Bewohner und deren Erinnerungen und Erlebnisse werden so fragmentarisch und anekdotisch beschrieben, dass ich nicht mehr folgen konnte, weil sie so ununterscheidbar sind. Alexandra Stahl erwähnt immer mal wieder, dass sie sich Fragmente und Schnipsel in ein Buch geschrieben habe und jetzt, Jahre später, selber nicht mehr wisse, was davon wirklich passiert sei. Sie hat sich aber auch nicht die Mühe gemacht, das gesammelte Material stilistisch so aufzubereiten, dass sie ihre Leser mitnimmt, und es in einen lesbaren Fluss zu verwandeln.
Der dritte Teil „Winken bis zum Schluss“ zerfällt dann nur noch in Fragmente, fast so, als ob sie den restlichen Inhalt ihres Notizbuches ungefiltert ins Buch gekippt hätte: mal Aussprüche ihrer Großmutter beim letzten Besuch in der Heimat, mal Zitate von anderen Schriftstellern, mal hätte sie fast einen ihrer Pflegeheimbewohner beim Spaziergang am Main getroffen.
Der Themenkreis Altern, Erinnerungen, Was-bleibt-am-Ende-des-Lebens, menschliche Nähe, Abschied und Sterben ist richtig und wichtig, aber der fragmentarische Stil hat dafür gesorgt, dass ich mich zum Schluss nur noch durch das Buch gequält habe.