Liebevoller Blick auf die Großeltern und das Älterwerden
Ein liebevolles Porträt über die eigenen Großeltern, ein melancholischer Blick auf das Älterwerden und die eigene Vergänglichkeit und das alles mit einem sehr feinen Gespür für Sprache erzählt. All das findet sich in „Tschikago“ von Alexandra Stahl.
Zu Beginn erzählt die Autorin Anekdoten über ihre Großeltern und lässt die beiden mitsamt ihres unterfränkischen Dialekts sowie ihrer Eigenheiten zum Leben erwachen. Mit wenigen Worten schafft sie es dabei, den Eindruck zu erwecken, man säße mit ihnen am Tisch. So umfassend und lebendig ist das Porträt ihrer Großeltern. Das gleiche Gefühl setzt später ein, wenn sie von den Gesprächen der Bewohner in einem Berliner Pflegeheim erzählt. Man fühlt sich als Teil der illustren Runde und fängt an, über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken. Auch wenn schwere Themen wie Demenz und das Älterwerden Gegenstand des Buches sind, sprüht es voller Leben und Empathie.
„Tschikago“ ist aber auch ein Buch, das fordert. Denn auch wenn die Autorin es schafft, mit wenigen Worten ein empathisches Bild von den vorkommenden Personen zu zeichnen, machen besonders die vielen unterschiedlichen Heimbewohner und die nicht-chronologische Erzählung es einem nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Zudem wird erst zum Schluss die Intention des Romans wirklich ersichtlich. Ebenso muss man sich anfangs erst etwas an den sprachlichen Stil mit viel wörtlicher Rede und kurzen, losen Sätzen gewöhnen.
Jedoch lohnt es sich, sich darauf einzulassen. Denn „Tschikago“ ist ein Buch, das noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt und zudem über das Älterwerden nachdenken lässt, ohne zu bedrücken.
Zu Beginn erzählt die Autorin Anekdoten über ihre Großeltern und lässt die beiden mitsamt ihres unterfränkischen Dialekts sowie ihrer Eigenheiten zum Leben erwachen. Mit wenigen Worten schafft sie es dabei, den Eindruck zu erwecken, man säße mit ihnen am Tisch. So umfassend und lebendig ist das Porträt ihrer Großeltern. Das gleiche Gefühl setzt später ein, wenn sie von den Gesprächen der Bewohner in einem Berliner Pflegeheim erzählt. Man fühlt sich als Teil der illustren Runde und fängt an, über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken. Auch wenn schwere Themen wie Demenz und das Älterwerden Gegenstand des Buches sind, sprüht es voller Leben und Empathie.
„Tschikago“ ist aber auch ein Buch, das fordert. Denn auch wenn die Autorin es schafft, mit wenigen Worten ein empathisches Bild von den vorkommenden Personen zu zeichnen, machen besonders die vielen unterschiedlichen Heimbewohner und die nicht-chronologische Erzählung es einem nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Zudem wird erst zum Schluss die Intention des Romans wirklich ersichtlich. Ebenso muss man sich anfangs erst etwas an den sprachlichen Stil mit viel wörtlicher Rede und kurzen, losen Sätzen gewöhnen.
Jedoch lohnt es sich, sich darauf einzulassen. Denn „Tschikago“ ist ein Buch, das noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt und zudem über das Älterwerden nachdenken lässt, ohne zu bedrücken.