Mal ehrlich, so ist doch das Leben 😊
„Frangfodd is schlimmer als Tschikago!“ hat der Großvater immer gesagt und dass er ja beinahe Amerikaner geworden ist. Dieses Buch nimmt uns Leser mit auf eine Reise, die zunächst durch eine Ich-Erzählerin in der eigenen Familie beginnt. Der Großvater war Elektriker, und wenn der Schutzschalter rausspringt, dann ist es dunkel und deswegen kann man sich mit dem Föhn in der Badewanne nicht umbringen, der Schutzschalter, wenn der rausspringt, dann ist es dunkel. Die Großmutter füttert gegen das Entsetzen ihres Mannen sämtliche Katzen der Nachbarschaft durch, sammelt Puppen und versorgt seit der Scheidung der Eltern ihre Enkelin. Im zweiten Teil des Buches erfahren wir einige schräge, aber auch traurige Geschichten von Heimbewohner die die Ich-Erzählerin ehrenamtlich in einem Pflegeheim kennenlernt, an vielen Stellen habe ich beim Lesen geschmunzelt und gedacht, ja genau so ist es. Im Gesamtkontext hat mir das Buch sehr gut gefallen, es ist nicht tiefgründig, sondern möchte Unterhalten und das tut es, an die Mundart, die in diesem Buch immer wieder gesprochen wird, muss man sich ein wenig gewöhnen, aber das geschieht quasi von alleine. Das Bild auf dem Cover und die etwas eigenwillige Farbe des Buches spiegeln den Inhalt nahezu perfekt wider. Ein Buch, was ich gerne gelesen habe und weiterempfehlen möchte, nehmen sie sich die Zeit. Liebe Grüße