Tschikago – hat mich nicht erreicht

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gelinde Avatar

Von

Tschikago, von Alexandra Stahl

Inhalt und meine Meinung:
Das Buch ist in drei Teilen aufgebaut.

1. Teil:
Die Autorin erzählt über das Leben der Großeltern und deren Lebensweise. Und damit auch die Kindheit und Jugend der Autorin, die viel Zeit bei den Großeltern verbracht hat. Über die Demenz des Großvaters bis zu dessen Tod.
Der eingebaute Dialekt macht es authentisch. Es sind lauter lauter kleine Episoden und Gedankengänge. Das ganze mit viel Humor. Aber alle sehr sprunghaft und durcheinander.

2. Teil:
Nach dem Tod des Großvaters arbeitet die Autorin als Freiwillige in einem Berliner Seniorenheim. Daraus kommen nun wieder lauter Geschichtenbuch und Begebenheiten. Vieles davon erinnert mich an meine eigene Zeit als Ehrenamtliche in einem Seniorenheim. Die Autorin meint selber dazu : die Position im Heim ist eher ein Dazwischen. Sie sitzt mitten drin, ist aber nie dabei.

3. Teil:
Wieder lauter einzelne Szenen aus dem Leben der Autorin.
Das Ende: Tja da frage ich mich, was will die Autorin damit ausdrücken?

Den Schreibstil empfinde ich als zerrissen, bruchstückhaft, sprunghaft und distanziert. Es entsteht bei mir keine Nähe.
Mir ist das alles zu Skizzenhaft, mir fehlt die (liebevolle) Geschichte über die Großeltern als Ganzes nicht nur Schlaglichter.

Autorin:
Alexandra Stahl, 1986 geboren, lebt als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin.

Mein Fazit:
Viele nette Geschichten (Schnipsel) aber nichts was ich mit Spannung oder Vergnügen gelesen hätte. Alles wirkt auf mich sehr distanziert und unpersönlich. Wie wenn es ein ‚Reporter notiert und wider gegeben hätte.
Das Ende muss ich gestehen, habe ich nicht verstanden.
Deshalb von mir knappe 3 Sterne.