Ungewöhnlich, aber schön

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lena_aideen Avatar

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Der Roman „Tschikago“ von Alexandra Stahl erschien am 30.07.2026 im Claassen-Verlag.

Es fällt mir schwer, den Inhalt konkret zu beschreiben.

Im ersten Teil erzählt die Autorin von ihren Großeltern. Es geht um ihr Leben im nördlichen Bayern, ihre Eigenheiten und ihren Alltag.

Im zweiten Teil erzählt die Autorin Anekdoten aus ihrer Zeit als Ehrenamtliche im Altersheim. Es geht um eine handvoll Personen, mit welchen sie während dieser Tätigkeit zu tun hatte.

Im dritten Teil geht es wieder um ihre Großeltern, bzw. ihre Großmutter, der Großvater ist zwischenzeitlich verstorben.

Eine große zusammenhängende Geschichte gibt es in diesem Buch nicht. Es handelt sich vielmehr um viele einzelne Beobachtungen und Anekdoten von den unterschiedlichsten Menschen im Alter. Zudem geht es um Verlust und Abschiednehmen. Die Autorin lernt viele verschiedene Charaktere im Rahmen ihrer Tätigkeit im Altersheim kennen und wirft immer wieder einen Blick auf deren Umgang mit dem Älterwerden bzw. ihren Blick zurück auf das gelebte Leben.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es war sehr unterhaltsam und auch schmerzhaft. Man setzt sich damit auseinander, was aus dem Menschen wird, wenn er alt und gebrechlich wird. Dennoch kommt der Humor nicht zu kurz. Allerdings ist mir nicht so ganz klar, wohin das Buch führen möchte. Einen konkreten Handlungsstrang gibt es nicht. Es wirkt mehr so, als hätte die Autorin ihre Gedanken zu Papier gebracht, allein um der Niederschrift wegen. Mich stört das aber keinesfalls, ich konnte mich gut in sämtliche Charaktere hineinversetzen und mitfühlen.

Es ist wahrscheinlich ein Buch, das man entweder liebt oder zu dem man keinen Zugang findet.

Auf mich trifft Ersteres zu und ich würde das Buch definitiv weiterempfehlen.