Urkomisch und ergreifend

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leserhino Avatar

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In Anekdoten und Gedankenfetzen erzählt Alexandra Stahl in "Tschikago" so mühelos vom Leben. Zwischen Berlin und einem kleinen Dorf, der Dialekt der Großmutter so nah und herzerwärmend. Als Leiterin der Biografiegruppe eines Altersheimes erzählt die Autorin so eindrücklich von den Eigenarten der BewohnerInnen - zum Teil urkomisch und berührend. Voll geistreichem Witz. “Schreiben heißt doch [Erinnerungen] festschreiben!” Zwischen laut auflachen und still ein paar Tränen der Rührung verdrücken. “Wahr ist auch, dass es ungemein tröstlich ist, die Dinge, die man nicht festhalten kann, wenigstens festzuhalten.” Mir erneut einen Anstoß gebend, unbequeme Gespräche zu führen, transgenerationale Beziehungen zu pflegen und zu stärken und Geschichten festzuhalten. Das über den Tod sprechen, als etwas unausweichlich wichtiges. Ein tolles Buch!