Vom Älterwerden

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cynthiam Avatar

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Ich fand den Schreibstil der Autorin so schön- nahbar, emotional ansprechend, eindrücklich. Vor allem der erste Part über die Großeltern hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mir die beiden sehr bildhaft vorstellen.

Ich lese zwar eigentlich nicht so gerne Dialekte (weiß auch nicht, aber die Worte sind dann nicht passend mit meinem Gehirn verdrahtet), aber beim Großvater fand ich das so passend und irgendwie charmant. Frangfodd is schlimmer als Tschikago- großartig.

Der Rest des Buches ist ein buntes Potpourri aus Gesprächen, Erinnerungen und kleinen Szenen rund um die Bewohner des Seniorenheims. Das wirkte auf mich sehr authentisch (vermutlich weil die Autorin es eben genau so erlebt hat), war kurzweilig und unterhaltsam angelegt, bleibt aber, weil man den Bewohnern nur so fragmentarisch begegnet, eher oberflächlich.

Älterwerden und Tod sind hier zentrale Themen, die aber auf humorvolle Art rübergebracht werden- beispielsweise mit dem Gang zum Glaskasten der Kirche, der die Todesanzeigen ausstellt. Hab öfter beim Lesen Schmunzeln müssen.

Eventuell hatte ich mit etwas mehr Tiefe erwartet, aber das Buch funktioniert so, wie es ist und hat mich gut unterhalten. Sehr kurzweilig, hallt bei mir aber dadurch nicht nach.