Ein Einblick in die Geschichte von Tuberkulose und wie unterschiedliche Faktoren die Krankheit verschlimmern

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malima Avatar

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Ich mochte John Greens vorheriges Sachbuch vor allem wegen seiner Essaystruktur und obwohl "Tuberkulose" sich nur auf ein einziges Thema konzentriert, bleibt durch die Struktur der Kapitel doch das gleiche Gefühl vorhanden.

Die Kapitel sind kürzer als in den meisten Sachbüchern, die ich bisher gelesen habe, was aus diesem Buch eine leichte Lektüre gemacht hat. Vor allem, da John Greens Vergangenheit als Romanautor deutlich wird in der Art und Weise wie er über Tuberkulose schreibt und wie er die Lebensgeschichte von Henry, einem an Tuberkulose erkrankten Teenager aus Sierra Leone, den John Green auf einer Reise kennengelernt hat, als "Rahmenhandlung" für die Erklärungen über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Tuberkulose verwendet.

Während viele Menschen nicht viel über Tuberkulose wissen oder gar nicht wissen, dass es sie überhaupt noch gibt (so wie ich, bevor ich dieses Buch in die Hand genommen habe), wissen wir doch vieles über die Faktoren, die den Zustand der Tuberkulose, ihre Patienten und deren Behandlung sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart beeinflussen, und John Green erinnert uns sehr gut an diese Parallelen und erklärt dann, wie genau sie mit Tuberkulose zusammenhängen.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, sowohl wegen der Darstellung der Geschichte der Krankheit und wie Rassismus, Kolonialismus, Armut und andere Faktoren die Krankheit verschlimmern, als auch wegen John Greens Schreibstil, der das Lesen angenehm gemacht hat, auch wenn das Thema keineswegs angenehm ist.