Generationenbilder
In "Vier Leben" von Pauline Hatscher wird von vornherein klargestellt, dass die Lebensgeschichten der vier Frauen auf reiner Interpretation und auch ein wenig der Fantasie entspringen. Ein Leben zu deuten und aus einer Ahnenreihe Parallelen und Auswirkungen zu zeichnen, hört sich nach einer spannenden Sache an. Der Zeitgeist der einzelnen Jahrzehnte und die davon unabhängigen, ähnlichen Emotionen der Figuren werden jetzt schon herausgeschält. Der Schreibstil ist melodiös und bildhaft, was mir sehr gefällt. Das Buchcover unterstreicht für mich noch einmal unbewusste Verkettungen. Ich würde den Roman gerne weiterlesen, weil mich interessiert, ob Mirabell in der Ahnenforschung Ressourcen findet.