Deprimiert
Mirabell ist einsam und so beginnt sie, ihre Familiengeschichte zu recherchieren. Denn sie weiß so gut wie nichts davon. Ihre Mutter scheint in einer gewalttätigen Ehe zu sein, ihre Großmutter hat Selbstmord begangen und ihre Urgroßmutter wurde vergewaltigt…
Mich lässt das Buch ziemlich deprimiert zurück. Die Geschichte der Frauen ist einfach furchtbar. Allerdings nur zum Teil durch die ihnen angetanen Sachen. 1930 und 1968 ist es mir noch relativ klar, dass die Frauen in der Gesellschaft für ihr Glück einen Mann brauchten. Warum allerdings in der Mitte der 1980er Jahre und in der Gegenwart unbedingt ein Mann nötig ist, um eine Familie zu haben und glücklich zu sein, erschließt sich mir nicht. So fällt es mir extrem schwer, Mirabell und auch ihre Mutter wirklich zu verstehen. Besonders Mirabell möchte ich am liebsten rütteln und sagen, sie soll sich aufraffen und Leute kennenlernen. Immer die Schuld auf andere zu schieben (sei es Corona, sei es die falsche Dating-App und ähnliches) wird nicht funktionieren.
Was sich jetzt wie ein totaler Verriss anhört, ist allerdings keiner. Das Erstlingswerk der Autorin überrascht mehr als angenehm durch eine wunderbare Sprache und durch kluge Gedanken - auch wenn ich sie nicht immer teile. Durch eine Konstruktion, die über vier Frauenleben funktioniert und die immer wieder eine Überraschung hervorbringt. Und die auch mit viel Fantasie verschiedene Möglichkeiten auslotet und Lösungswege aufzeigt, auch wenn sie im Buch nicht immer gegangen werden. Es fällt mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Eben weil das Buch so speziell ist. Allerdings habe ich das Lesen wirklich sehr genossen.
Mich lässt das Buch ziemlich deprimiert zurück. Die Geschichte der Frauen ist einfach furchtbar. Allerdings nur zum Teil durch die ihnen angetanen Sachen. 1930 und 1968 ist es mir noch relativ klar, dass die Frauen in der Gesellschaft für ihr Glück einen Mann brauchten. Warum allerdings in der Mitte der 1980er Jahre und in der Gegenwart unbedingt ein Mann nötig ist, um eine Familie zu haben und glücklich zu sein, erschließt sich mir nicht. So fällt es mir extrem schwer, Mirabell und auch ihre Mutter wirklich zu verstehen. Besonders Mirabell möchte ich am liebsten rütteln und sagen, sie soll sich aufraffen und Leute kennenlernen. Immer die Schuld auf andere zu schieben (sei es Corona, sei es die falsche Dating-App und ähnliches) wird nicht funktionieren.
Was sich jetzt wie ein totaler Verriss anhört, ist allerdings keiner. Das Erstlingswerk der Autorin überrascht mehr als angenehm durch eine wunderbare Sprache und durch kluge Gedanken - auch wenn ich sie nicht immer teile. Durch eine Konstruktion, die über vier Frauenleben funktioniert und die immer wieder eine Überraschung hervorbringt. Und die auch mit viel Fantasie verschiedene Möglichkeiten auslotet und Lösungswege aufzeigt, auch wenn sie im Buch nicht immer gegangen werden. Es fällt mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Eben weil das Buch so speziell ist. Allerdings habe ich das Lesen wirklich sehr genossen.