Familiengeschichte über vier Generationen

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pusteblümchen Avatar

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Mirabell blickt zurück auf die Frauen in ihrer Familie. Ihre Mutter, die sich von ihrem Vater schlecht behandeln ließ, ihre Großmutter, die Suizid begangen hat und eine Urgroßmutter, die durch eine Vergewaltigung schwanger geworden ist. Drei Frauen, die einen Schmerz in sich getragen und über die Generationen weitergegeben haben. Sie hat das Gefühl nichts über diese Frauen zu wissen und bei den Geschichten, die in der Familie überliefert wurden, ist ihr unklar, was wahr ist. Es sind einfach zu viele Leerstellen und diese möchte Mirabell füllen.
Der Roman berichtet im Wechsel aus der Perspektive der vier Frauen. Die Autorin erzählt vier Leben, in vier unterschiedlichen Zeiten. Dabei gelingt es ihr gut den jeweiligen Zeitgeist mit seinen unterschiedlichen gesellschaftlichen Zwängen und Normen einzufangen. Die Charaktere der vier Frauen werden authentisch dargestellt.
Die Ereignisse sind nicht immer leicht zu lesen, sondern bedrückend, schmerzhaft und voller Leid.

Es ist kein Roman, den man nebenbei liest, sondern einer, der an die Substanz geht und der sich damit beschäftigt wie die Verletzungen unserer Vorfahren an die nächste Generation weitergegeben werden.

Mit diesem Generationenroman ist Pauline Hatscher ein beeindruckendes Debüt über das Verschweigen generationenübergreifender Traumata gelungen, das noch lange nachklingt und zeigt, wie tief die Wurzeln unserer eigenen Identität in der Vergangenheit liegen.