Familienroman zu generationsübergreifenden Traumata

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vo.nicole Avatar

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In "Über vier Leben" erzählt Pauline Hatscher die Geschichte von Mirabell, die sich auf die Suche nach den Wurzeln ihrer Familie macht. Aus den Perspektiven von vier Frauen spricht der Roman über generationsübergreifende Traumata und das Schweigen innerhalb der Familie.

Besonders gut gefallen hat mir die Erzählstruktur: Die kurzen Kapitel und wechselnden Perspektiven der vier Figuren sorgen für Kurzweiligkeit und haben mich direkt abgeholt. Analog dazu auch der flüssige Schreibstil. Für alle vier Frauen habe ich dabei große Sympathie und Mitgefühl empfunden. Besonders Hannchen und Mirabell selbst mochte ich sehr gerne.

Die Themen, die der Roman behandelt sind dabei keine leichte Kost: Suizid, häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Depressionen und generationsübergreifende Traumata machen den Roman zu einer eher schweren Lektüre. Das Ende empfand ich als stimmig, auch wenn ich mir persönlich noch einen etwas ausführlicheren Ausblick gewünscht hätte.

Alles in allem ist "Über vier Leben" ein bewegender Familienroman, der zeigt, wie lange das Ungesagte nachwirken kann.