Geschichten aus der Geschichte

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wilde hummel 1 Avatar

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Gleich vorab - dieser Roman konnte mich nicht überzeugen. Die Basis dafür, dass eine junge Frau (Mirabelle) sich eine Familienchronik zusammenreimt, das ist noch nachvollziehbar. Waren doch unsere Eltern und Großeltern die Meister des Verschweigens. Im Mittelpunkt des Romans stehen vier Frauengenerationen. Beginnend mit Hannchen, die 1930 eine Vergewaltigung erlebt, schwanger wird und von der Familie arg abgestraft wird. Die daraus geborene Tochter (Lisa) wird der Schwester übergeben. Und wiederum die Tochter von Lisa (Sabine) befindet sich in einer unglücklichen Ehe mit Roland. Dieser ist ein prügelnder, missachtender, liebloser Ehemann. Soweit das überzogene Klischee. Dass auch alle Frauen extrem unterwürfig, unsicher, fast devot in der Generationslinie beschrieben werden, ist eine nicht nachvollziehbare Überzeichnung der Figuren, die damit klischeehaft, unglaubwürdig und ohne Identität durch den Roman gewürfelt werden. Dass in den 1968iger Jahren noch Frauen zu Hausputz und Unselbständigkeit als ihre Rolle übernehmen, das mag noch angehen, aber in dieser Reinform wäre es eher eine Persiflage. Vielleicht hätte es dem Roman gut getan, wenn die einzelnen Frauenleben etwas länger und kompakter beschrieben wären, so jedoch hüpft die Geschichte wild in kurzen Etappen durch eine nicht stimmige Familienfiktion. Leider keine Leseempfehlung.